Auch in Neckarsulm gibt es Menschen, die auf der Flucht Schlimmes erlebt haben und unsere Hilfe und Zuwendung brauchen. Unabhängig von allen Diskussionen um Asylmissbrauch: Die Menschen sind jetzt hier. Sie können nicht kurzfristig nach Syrien, Irak etc. zurückkehren. Und es sind vor allem die Kinder, die am meisten darunter leiden.
Am 29.09.2026 fand im Rahmen der Interkulturellen Woche die Tafel der Begegnung statt. Auf dem Marktplatz luden verschiedene Stationen zum Mitmachen ein. Kleinen Snacks konnten an der langen Tafel probiert werden. Der Freundeskreis beteiligte sich mit einem Kinderangebot am Rahmenprogramm des Nachmittages.
Viele kleine Deko Kürbisse wurden lustig, gruslig und bunt bemalt! Zahlreiche Kinder nahmen das Angebot wahr, das Lust auf den Herbst machte. Sie haben ihre Kürbisse individuell und sehr kreativ gestaltet und mit nach Hause genommen. Ein schöner und bunter Beitrag zur Vielfalt in der Stadtgesellschaft, die man an den großartigen Kürbissen sieht!
Annemarie Adam, Freundeskreis Asyl Neckarsulm, Fotos: privat
Ferienprogramm im Weingut Berthold vom Freundeskreis Asyl
Im Weingut Berthold fanden sich in der letzten Ferienwoche 18 Kinder ein, die sich für einen Spaziergang auf den Scheuerberg interessierten und dabei ein Auge auf die Traubenlese hatten. Ihr Tourguide war Jonathan Diebel, der sich bestens im Weingut und den dazugehörigen Örtlichkeiten auskennt. Die Leitung hatte Annemarie Adam und mit dabei waren Elvira Aichert und Monika Pieroncyk. Begrüßt wurde die Gruppe von Sandra Berthold.
Bei der Einteilung lernten sich die Teilnehmer kennen und machten gleichzeitig bei der Aufwärmrunde etwas Frühsport vom Fingerschnipsen bis zum Hampelmann. Angenehm war der mitgeführte Wagen, in dem Getränke, Bananen für unterwegs und die bei windig kühlen Temperaturen ganz angenehmen Jacken und Pullover deponiert werden konnten. Jeweils drei Kinder zogen du schoben das Gefährt und scheuten auch die steileren Passagen nicht.
Ziel war der Scheuerberg, die mit 310 Meter über Meereshöhe höchste Erhebung Neckarsulms. Unterwegs begegnete man etlichen Personen, die mit der Weinlese beschäftigt waren – entweder einzeln mit der Rebschere oder mit einem mächtigen Vollernter.
Auf halber Höhe hatte Anführer Jonathan die Schlüssel zu einem Wengerthäusle, das mit Bildern, Tisch und Stühlen ausgestattet war. Hier hatten die Kinder eine Aufgabe: sie mussten die Tiere auf einem Arbeitsblatt erkennen und entscheiden, welche nicht in einem Wengert zu finden sind. Da sie das sehr kompetent und richtig erledigten, erhielten alle ein Stück schmackhaften Schokoladenkuchen zur Belohnung. Weiter ging es steil nach oben, unterwegs hatte man ein Auge auf die Pflanzen, die am Rande der Rebenreihen zu sehen waren. Nicht mehr oft werden dort Rosen gepflanzt, die früher Auskunft geben sollten, ob Schädlinge die Trauben befallen. Inzwischen hat man herausgefunden, dass das ganz unterschiedliche Arten sind und man sich auf Rosen nicht verlassen kann.
Bald darauf hatten alle das Gipfelkreuz erreicht und spürten, wie kühl und böig der Wind hier war. Bei der Erledigung der Aufgaben, spürten die Kinder das weniger. Auf dem Tisch in der Mitte sollten die Kinder „etwas Leichtes, etwas Rundes, etwas Klingendes, etwas Spitziges und etwas Hartes“ suchen. Die Gefahr, dass die gefundenen Gegenstände vom Wind weggeweht wurden, war die einzige Hürde, ansonsten waren die Mädels und Jungs sehr eifrig und einfallsreich.
Dann war es Zeit zurückzugehen. Der Weg ging nun wesentlich schneller, nicht nur weil es bergab ging, auch dass der Wagen per Transporter „ins Tal“ fuhr, war eine große Hilfe, denn so war der schnellere „Stäffeles-Weg“ möglich. Unten im großen Gastraum warteten schon Monika Pieroncyk und Sandra Berthold, die das Mittagessen – Nudeln und Tomatensoße - zubereitet hatten. Mit Apfelschnitz zum Nachtisch fand das großes Lob von den hungrigen Kindern. Die erfuhren dann bei einem Rundgang durch den Weinkeller noch so manches über die Arbeit im Weingut. Dass hier zu 90 Prozent von Hand geerntet wird, dass der Traubensaft von der Acolon-Traube stammt und dass Württemberg eine sehr sortenreiche Weingegend ist. Anschließend wurden die Feriengäste gebührend verabschiedet.
Bilder:
pek26-104a Schon bei der Begrüßung auf dem Hof gab es viel zu sehen
pek26-104b Hoch über Neckarsulm hat man den Überblick
pek26-104c Einen spannenden Ferientag hatten die Gipfelstürmer
pek26-104d In der Gemeinschaft schmeckt es nochmal so gut
Feste & Märkte - Bericht in Nussbaum.de
Foto: Thomas Papalini
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Besucher*innen bedanken, die uns besucht und damit gezeigt haben, wie sehr unser Engagement geschätzt wird. Trotz des großen Andrangs haben wir uns über jede und jeden von euch sehr gefreut!
Viele von euch haben es sich bei uns mit Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht, miteinander geplaudert, sich mit unseren Spezialist*innen in den Werkstätten ausgetauscht und gefachsimpelt oder sich vom Team an der Theke mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnen lassen.
Genau diese Begegnungen und Gespräche machen unser Repaircafé aus – und sie sind für uns eine wunderbare Bestätigung, mit wie viel Freude und Herzblut wir unsere Arbeit machen.
Ein ganz besonderer Dank geht an alle ehrenamtliche Helfer und Helferinnen.
Ihr habt auch in diesem Jahr rund um das Ganzhornfest wieder mit viel Einsatz vor, nach und während des Tages gearbeitet und damit entscheidend dazu beigetragen, dass dieser Tag so gelungen war.
Danke an euch alle – für euren Besuch, eure Wertschätzung und die vielen schönen Begegnungen!
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal
Euer Team vom Repaircafé Neckarsulm
Erscheinung
exklusiv online
von Freundeskreis Asyl Neckarsulm
08.09.2026
Am Schützenhaus ist wieder Musicalsaison und was los. Ein neues Musical erfreut das Publikum und nimmt es mit in einen Stau. Auf der Bühne fließt‘s, lustig und tiefsinnig, nachdenklich und temporeich kommt das Musical „Festgefahren“ daher. Auch den geladenen zwanzig Gästen, 10 ukrainische Frauen und Familien aus der Anschlussunterkunft, zaubert der Inhalt und die mitreißende Musik ein Lächeln ins Gesicht. Es wird ein vergnüglicher Abend für alle, erinnern sie sich noch gut ans letzte Jahr im Regen. Es wird fleißig geklatscht und bei den einzelnen Liedern mitgegangen. Wieder hatten die Gäste einen vergnüglichen und lustigen Abend und konnten ihren oft anspruchsvollen Alltag vergessen. Musik und Kultur verbindet Menschen über Sprachgrenzen hinaus und zeigt, wie wichtig sie für Teilhabe und Integration ist. Danke erneut an den Kreatief Verein Neckarsulm, der schon seit Jahren geflüchteten Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert und vergnügliche Stunden verschenkt. Ein Vergelts Gott dafür!
Annemarie Adam, Freundeskreis Asyl Neckarsulm
Das Repaircafé Neckarsulm hat die ZukunftsHelden-Aktionstage der Stadt Neckarsulm unterstützt und stellte hierfür seine Räumlichkeiten am Museumsplatz zur Verfügung.
Am Donnerstag, 28.05. erwartete Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren jeweils von 9 bis 13 Uhr ein buntes und kreatives Ferienprogramm – kostenfrei im Repaircafe Neckarsulm.
Unter dem Motto „Als ZukunftsHelden entdecken wir die Stadt mit neuen Augen“ erleben die Kinder spannende Aktionen, kreative Workshops und Mitmach-Stationen rund um Zukunft, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft. In Kooperation mit dem Klimaschutz und unter der Leitung des Teams des Gleis 3 fand ein kreativer Druck-Workshop statt. Die Kinder gestalteten eigene Druckvorlagen und bedruckten Shirts.
Außerdem lud die „Klimawaage“ zum Ausprobieren und Entdecken ein. Für die Ehrenamtlichen vom Repaircafé war es eine große Freude, den Kindern beim Basteln zuzuschauen. Viele der entstandenen Ideen werden ab Oktober in einem ZukunftsHelden-Mitmachheft veröffentlicht. Das Repaircafé Neckarsulm freut sich, Teil dieses besonderen Projekts zu sein und Kinder für Kreativität, Nachhaltigkeit und gemeinsames Gestalten zu begeistern.
Kreationen der Kinder
Foto: Thomas Papalini
Das Kinder-Kultur-Projekt ZukunftsHelden wird gefördert durch die Stiftung Kinderland, einer Unterstiftung der Baden-Württemberg-Stiftung, und das Deutsche Kinderhilfswerk.
exklusiv online
von Freundeskreis Asyl Neckarsulm
01.06.2026
© 2026 NUSSBAUM Medien St. Leon-Rot GmbH & Co. KG
Seit 1992 ist der Freundeskreis Asyl in Neckarsulm aktiv. Die Gruppe kümmert sich um Geflüchtete, die in Neckarsulm leben. Als neues Format wurde jetzt ein Begegnungscafé im Rettermarkt (gegenüber der Mediathek) eingerichtet. Seit die Geflüchteten nicht mehr in Sammelunterkünften leben, fehlt den Aktiven des Freundeskreises oft der Kontakt zu ihrer Zielgruppe, die sie mit verschiedenen Angeboten unterstützen. Deshalb haben sich für die Premiere Annemarie Adam, Margit Hansen und Maren Winnerl vom Freundeskreis zusammengetan und zusätzlich Verstärkung eingeladen.
Tarek Khallouf, Integrationsmanager bei der Stadt und Michaela Matic vom Landratsamt haben beruflich mit dieser Personengruppe zu tun und geben ihren Überblick an Angeboten gerne an die Betroffenen weiter. Allerdings waren beim ersten Treffen mit Rima, Hashim, Sibel und Mahmud nur wenige Interessenten gekommen. Dabei gibt es mit Sprachkursen, Sportangeboten und anderen Treffen viele Möglichkeiten, die Geflüchtete wahrnehmen könnten.
Neben diesen praktischen Verbindungen waren sich alle einig, dass ein lockeres Gespräch – bei Kaffee, Tee und Kuchen eine gute Gelegenheit ist, sich gegenseitig kennenzulernen und so den Abstand untereinander zu verringern. Neben dem Begegnungscafé, wo man sich am 14. Juli und am 13. Oktober jeweils um 14.30 Uhr trifft, ist eine Aktion für Eltern in Planung, im Juni gibt es einen Spiel- und Spaßnachmittag mit den StadtEngeln im Gleis 3, sowie das Sommerfest auf der Jugendfarm und die Friedenstage mit dem Gleis 3. Nähere Informationen findet man auf der Homepage des Freundeskreises „https://freundeskreis-asyl-neckarsulm.de“
Verringern konnte die Runde auch den Abstand zu Neckarsulmer Einrichtungen. Nur wenige Schritte entfernt im WG-Gebäude befindet sich das Repair-Café, das nicht nur als Anlaufstelle für kostenlose Reparaturen eine gute Adresse ist, sondern auch Platz für technisch begabte Personen hat, die sich in die Abwicklung der Reparaturen einbringen können.
Eine weitere Anlaufstelle lag auch in unmittelbarer Nähe. In der Mediathek gibt es seit September 2024 ein Gesprächsangebot unter dem Titel „Deutsch im Dialog“. Da trifft man auf Ehrenamtliche, die Spaß daran haben sich mit Personen mit nichtdeutscher Muttersprache über die verschiedensten Themen zu unterhalten. Jeweils dienstags von 16.15 Uhr bis 17.45 Uhr trifft man die Gruppe auf der Empore im ersten Stock.
Die Gruppe sucht noch weitere Interessierte, die sich mit engagieren möchten. Anmeldung direkt vor Ort oder telefonisch bei Hans-Jürgen Kieb, Tel. 0176 556 11334 oder der Mediathek Tel. 07132 / 35 3704
Bild: pek26059a Bunt gemischt trafen sich im Rettercafé Geflüchtete, Vertreter des Freundeskreises
Asyl und Mitarbeiter von Verwaltung und Landratsamt
Im Jahr 2025 setzte der Freundeskreis Asyl sein Engagement für Begegnung und Teilhabe geflüchteter Menschen konsequent fort. Den Jahresauftakt gestalteten die Sternsinger von Sankt Dionysos und Untereisesheim, die den Kindern in der Unterkunft Rötel mit „süßen Taschen“ eine große Freude bereiteten.
Ein Schwerpunkt lag darauf, den Familien die Jugendfarm und die Mediathek als wichtige Freizeitangebote näherzubringen. Besonders das Sommerfest auf der Jugendfarm wurde von vielen Familien mit Begeisterung besucht. Auch der Spielenachmittag mit den StadtEngeln und die Friedenstage im September, bei denen Kinder gemeinsam mit dem Künstler Natalis Lorenz einen Friedens-Comic gestalteten, waren bedeutende Highlights.
Sportliche Aktivitäten wie der Leichtathletik-Sporttag und die liebevolle Einschulung von vier Kindern mit Schultüten und Schulmaterialien zeigten die vielfältige Unterstützung des Freundeskreises. Bei der Interkulturellen Woche beteiligte man sich mit einem gut besuchten Kinderangebot. Das Nikolaussingen auf dem Marktplatz und das ganzjährig beliebte Repaircafé rundeten das Jahr ab. Die wöchentliche Kinderbetreuung im Rötel wurde ebenfalls sehr gut besucht und lebhaft gestaltet.
Für 2026 sind zahlreiche Aktionen geplant: Ein Begegnungscafé für die Menschen aus der Anschlussunterbringung, eine Osteraktion im Stadtpark, weitere Besuche der Jugendfarm, Spielenachmittage mit den StadtEngeln sowie die Friedenstage im September. Der Freundeskreis bleibt engagiert und freut sich auf ein weiteres Jahr voller lebhaften Begegnungen und gemeinsamer Aktivitäten.
Annemarie Adam, FK-Asyl