berichte_2019_20

 

Berichte aus dem Freundeskreis


Bisher konnten Sie in den Berichten aus dem Freundeskreis zahlreiche schöne und interessante Fotos sehen. Bisher wurde die Auffassung vertreten, dass Abbildungen von Personen veröffentlicht werden dürfen, wenn Personen-Gruppen abgebildet werden und nicht einzelne Personen im Vordergrund stehen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist das nicht mehr möglich. So müssen wir leider komplett auf die Veröffentlichung von Personen-Fotos verzichten.







2020/12
Statt Asylcafé gibt es Nikolaustüten für Kinder
Bericht von Stefanie Pfäffle in der Heilbronner Stimme vom 07.12.2020

 

 

2020/12
Nikolausüberraschung für Kinder in Obereisesheim

 

Leuchtende Kinderaugen strahlten Marianne Franz entgegen, als sie am Nikolaustag Geschenktüten an die Kinder aus geflüchteten Familien in Obereisesheim verteilte. Groß war die Freude, die Überraschung war geglückt.

 

Seit sechs Jahren fand im Gemeindehaus St. Paulus in Neckarsulm eine Nikolausfeier für die Familien statt, zu welcher der Freundeskreis Asyl, die Fachschule für angehende Erzieherinnen und Erzieher und die Kolpingfamilie eingeladen hatten. Aber dieses Jahr war alles anders. Die Corona Pandemie stellte alle vor unerwartete Herausforderungen. Hausaufgabenbetreuung, Museumsbesuche, gemeinsame Veranstaltungen und persönliche Begegnungen waren nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich. Um den Kontakt zu den Kindern zu halten, gab es vor den Sommerferien Bücher und Spiele als Geschenk und nun ein Nikolausgeschenk. Neben Süßigkeiten, Äpfeln, Orangen, Mandarinen  und Nüssen, die die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Fachschule St. Martin Neckarsulm gesammelt hatten, gab es für jedes Kind ein Spiel und eine bunte Stoffmaske, die vom Förderverein der Kiwanis Neckarsulm finanziert wurden. Marianne Franz packte die Nikolaustüten für die Obereisesheimer Kinder und überbrachte sie, geschützt durch die Obereisesheimer Stoffmaske. Auch in Neckarsulm und Amorbach wurden Tüten durch den Freundeskreis Asyl verteilt. 

 

Alle Kinder und die Frauen der Kinderbetreuung des Freundeskreis Asyl  bedanken sich bei den Spendern für die gelungene Überraschung.

 

Marianne Franz

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 
2020/12
Nikolaus
Der Nikolaus muss Corona-bedingt leider in Myra zuhause bleiben. Damit die Kinder aber doch mit einer Überraschung an ihn erinnert werden, packen fleissige Hände wieder zahlreiche schöne Nikolaustüten und verteilen sie - in bewährter Kooperation der Kinderbetreuung des Asylkreises Neckarsulm und der katholischen Fachschule St. Martin. Die SMV der Fachschule sammelt wieder die Füllung, vom KIWANIS-Club Neckarsulm kommen kleine Kartenspiele dazu. Also: Nikolaus fällt nicht ganz aus.

 

 
2020/09
Bericht "Ferienprogramm vom Freundeskreis Asyl und der Stadt"

im Neckarsulm Journal vom 17.09.2020
Text und Fotos: (c) Peter Klotz

 
 
2020/09
FriedenKult Woche 2020 - Frieden ohne Grenzen!


Die Sommer Aktion 2020 des Freundeskreises Asyl - Frieden ohne Grenzen!

Am 7.09.2020 fand der erste Tag der diesjährigen FriedenKultWoche statt. Innerhalb des Sommerspass der Stadt Neckarsulm und in Kooperation mit dem CVJM und dem Jugendreferat, stand der Tag unter dem Motto Spiele ohne Grenzen. 18 Kinder fanden sich auf der Jugendfarm ein und verbrachten in ihrer Kleingruppe, bei einem abwechslungsreichen Programm einen schönen Sommertag. Begrüßt von den munteren Ziegen und mit einem kleinen Begrüßungsspiel (mit viel Abstand ) auf der großen Wiese,  gingen die Kids in ihre jeweilige Kleingruppe, wo ein großes Boden-Mensch-ärgere-dich-nicht und Domino mit großen Steinen den Kids viel Spaß machten. An den anderen Stationen wurde ein Dosen-Insektenhotel gestaltet und befüllt, die große Farbschleuder regte die Fantasie an und ließ die Kids staunen. Nach dem Mittagessen gab es Zeit zum freien Spielen und die vielen Tiere besuchen. Wir danken Katharina, Lucretia, Nico und Henrik von CVJM für ihre Beiträge und der tollen Betreuung der Stationen. Viel zu schnell verging die Zeit und es war Zeit für das Naturmandala zum Abschluss. Mit Fundstücken aus der Natur wurde ein kreatives Bodenbild gelegt. Dann standen schon die ersten Eltern am Tor, um ihre Kinder abzuholen. Jeder nahm noch ein Päckchen kleine Kekse mit nach Hause! Was für ein schöner Tag! Die Heilbronner Stimme berichtete davon: Im Spiel verbinden sich die Kinder schnell vom 8.09.2020.

Gemeinschaft ohne Grenzen war das Motto am Dienstag 8.09.2020. Corona-bedingt lag der Schwerpunkt des Coaching-Angebotes zur Gewaltfreien Kommunikation auf Selbstwahrnehmung, Achtsamkeit und Eigenreflexion. Viele Einzelübungen wechselten sich ab mit der Kleingruppenarbeit, wo es mit Mundschutz an die herausfordernde Gemeinschaftsaufgabe ging. Der kurzweilige und Tag ging mit einer Fragestunde mit Herr Hornung und Frau Bauer vom Polizeirevier Neckarsulm zu Ende. Eine Stunde lang standen sie den 10 Kindern Rede und Antwort. Und die Fragen waren sehr, sehr viele und der Austausch äußerst anregend. Sogar die Eltern hatten beim Abholen Spaß an den Fragen der Kinder.

Sport ohne Grenzen rundete am dritten Tag die Angebote ab. Auf dem Pichterich ging es mit der Sparte Leichtathletik um Bewegung und Action. An den 4 Stationen hatten die Kids viel Freude an der Bewegung, eine Urkunde krönte den Tag und in Päckchen kleine Kekse versüßte den Heimweg.

Es waren 3 großartige Tage mit grenzenlosen Begegnungen, grenzenlosen Freuden und vielen grenzenlosen Erlebnissen. 

 
Annemarie Adam, FK Asyl



2020/08
Treffpunkt Asyl in der vhs = Da sein + Zuhören + Helfen


Diese Schlagwörter beschreiben den neuen Treffpunkt Asyl in der vhs.

Er findet weiterhin jeden Montag statt, die Uhrzeit ändert sich auf 15.30-16.30 Uhr!

Die langjährige Kooperation mit der Stiftung Starke Familien ist beendet, das Café International in der vhs Neckarsulm gibt es nicht mehr. Das Familienbüro reagiert auf die Zeichen der Zeit und die aktuellen Corona-bedingten Erfordernisse und orientiert sich neu und richtet dabei den Fokus ihrer Anstrengungen auf Familien und Kinder.

Wir sagen Danke für die drei guten und ereignisreichen gemeinsamen Jahre, die unser Café in den öffentlichen Raum gerückt haben und der Begegnung und dem Austausch einen verlässlichen Rahmen lieferten.

Der Fokus des neuen Treffpunkts richtet sich weiterhin auf die vielen geflüchteten Menschen in der Anschlussunterbringung, für die das Café als wichtiger Treffpunkt in der vhs bestehen bleibt. Die Neuausrichtung unserer Asylarbeit hat das Ziel, für die Menschen mit Fluchterfahrung da zu sein, zuzuhören und je nach individuellem Bedarf zu helfen.  

Interessierte Einzelpersonen, Kreise und ……….sind weiterhin herzlich eingeladen, einen Kaffee gibt es auch!

Wir erhoffen uns in der Asylarbeit neue Impulse und einen frischen Wind. Wir freuen uns auf neue Erfahrung und bleiben verlässlich präsent in der vhs als Ansprechpartner für alle Menschen, denen die Integration und das friedliche Miteinander vor Ort wichtig sind.

Herzlich willkommen!
Annemarie Adam, FK Asyl
 
 
 

2020/07

"Menschenrechte in Neckarsulm" - Umfrage von Hannah Beil

 
Inwiefern spielen Menschenrechte in einer hoch entwickelten Stadt - in Hinsicht Wirtschaft, Bildung,
Soziales - wie Neckarsulm eine Rolle? Befragt wurden auch Besucher des Asylcafes in der VHS.
siehe hier

 
 
 
2020/07

Grosse Bücheraktion vor den Sommerferien

mit Unterstützung des KIWANIS CLUB Neckarsulm

Vor den Sommerferien verteilen die Frauen der Hausaufgabenbetreuung in Amorbach, der Johannes-Häußler-Schule und Obereisesheim die Ferienlektüre an die Asylkids aus. Die Bücher wurden aus der Spende des Kiwanis Club Neckarsulm bestritten. Die Sommerferien können beginnen, für Lesefutter ist gesorgt.
Herzlichen Dank an unsere großzügigen Spender.

Annemarie Adam, FK Asyl






 
 

2020/07

Aktueller Bericht von Annemarie Adam


Integration in Neckarsulm- Eine langfristige Gemeinschaftsaufgabe
mit vielen Stationen und Höhepunkten!



Seit November 2013 leben wieder Menschen mit Fluchterfahrung in Neckarsulm. Aktuell leben in der Vorläufigen Unterbringung (VU) Rötelstr. 43 geflüchtete Menschen, der Großteil mit 339 Personen leben, verteilt auf das ganze Stadtgebiet, in der Anschlussunterbringung (AU). An vielen Stationen machte der Freundeskreis Asyl im Laufe dieser Zeit halt, die Asylarbeit wandelte sich stetig und passte sich an neue Aufgaben und sich verändernden Gegebenheiten an. Gekrönt mit vielen Erfolgen und auch manchen Rückschlägen, sind die Module Kinderbetreuung, Sprache und Familienbegleitung unsere erfolgreichsten Aushängeschilder, mit vielen sehr erfreulichen Bilanzen. Auf der Homepage des Freundeskreises kann man sich über die restlichen wichtigen Projekte informieren und Informationen zu aktuellen Themen und Angeboten finden.

Was ist nicht alles passiert in dieser Zeit!
Aus den Unterkünften in der Binswangerstr. ging es für die geflüchteten Menschen in die grünen Container in der Rötelstr., kurz darauf kamen die Container in der Odenwald Straße mit der Turnhalle dazu, die VU in der Grabenstr. folgte später. Es reihten sich ein die beiden VU in den Zeltcontainern in Dahenfeld und Obereisesheim, der Freundeskreis stellte sich vor Ort wieder neu auf. Sehr gelungen und herzlich waren die Aufnahme und die intensive Betreuung in Dahenfeld durch die Dorfgemeinschaft und Ortsvorsteher Herr Habla. Eine Erfolgsgeschichte ist auch die wertvolle und nachhaltige Arbeit vor Ort in Obereisesheim. Langsam, sukzessiv und kontinuierlich zogen meist Familien in die Anschlussunterbringung/Wohnungen aus. Die ersten Asylkids wurden 2014 in der JHS eingeschult. Herr Zartmann fuhr die Familien der zukünftigen Erstklässler und uns in die JHS, es war für alle sehr aufregend. 25 Schultüten hatten wir mit Unterstützung der Stiftung Starke Familien gepackt, von der Bäckerei Härdtner kamen die gefüllten Brotdosen. Stolz standen sie mit ihren Schultüten da, festlich gekleidet, mittendrin und offen für alles Neue, für die Familien war es ein richtiges Fest. Heute kommen die damaligen Asylkids in die Hausaufgabenbetreuung, arbeiten engagiert mit und nehmen ihre Bildungschancen entsprechend wahr. Hierbei sind uns Herr Scheer und die Lehrer*innen der JHS verbindliche Partner, mit einem stets offenen Ohr für unsere Belange. Die Kinderbetreuung, die ihren Anfang im Gleis 3 nahm, führte uns über Stationen in der Moschee, unsere Kinderzimmer im Rötel und in der Odenwaldstr. und dem Kolpinghaus zur aktuellen Hausaufgabenbetreuung in der JHS, Amorbach und Obereisesheim. In der Kinderbetreuung/ Hausaufgabenbetreuung unterstützen uns von Beginn an Schüler der HGR, die ihr soziales Engagement (SE) mit viel Freude bei uns einbringen. Das Museumprojekt „Kinder der Welt treffen sich im Stadtmuseum Neckarsulm“ als nachhaltige Integrationsarbeit an einem außerschulischen Bildungsort, brachte den Asylkids ihre neue Heimat und die Stadtgeschichte nahe. Über ein Jahr lang, von April 2016 bis März 2017, besuchten die Asylkids einmal monatlich das Stadtmuseum. Museumspädagogisch gut aufbereitet, konnten die Asylkids als „Experten der Stadtgeschichte“ zum Abschluss ihre Eltern durchs Museum führen. An wichtigen Stationen der Stadtgeschichte präsentierten sie stolz ihr erworbenes Wissen zur Stadtgeschichte. Hierbei unterstützten uns vier Schülercoachs vom ASG, die Spende dafür kam vom Kiwanis Club Neckarsulm. 2017 feierten wir 25-jähriges Jubiläum mit einem großartigen Fest auf der Jugendfarm. Das Programm gestaltete das Theater Radelrutsch, sie waren früher schon mit ihrem Programm in den ehemaligen Kasernen dabei. Über 50 Kinder nahmen daran teil, wieder holte Herr Zartmann die Asylkids an drei Haltestelle in der ganzen Stadt ab. Leuchtende Kinderaugen und fröhliche Asylkids feierten auf der Jugendfarm, wie früher schon die vielen Asylkids aus dem damaligen Balkankrieg. Der Jubiläumsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche knüpfte an den Anfang und den Startpunkt des Freundeskreises an. Hier nahm alles seinen Lauf, aus einem Gottesdienst „Fremde unter uns“, fanden sich die ersten Mitglieder und Helfer zusammen. Viel Bedarf und Not herrschte damals in den ehemaligen Kasernen, zeitweise lebten 700 Personen in den Gebäuden. Unsere Kinderprogramme für die Sommerferien haben sich von Kino- und Spielplatzbesuchen zu den Friedenssommerwochen entwickelt, dieses Jahr schon die FriedenKultWoche 3.0. Unter dem Thema Frieden ohne Grenzen, beteiligen wir uns mit den Angeboten Spiele ohne Grenzen, Miteinander ohne Grenzen und Sport ohne Grenzen am Sommerspaß der Stadt. Diesen „Kult“ können wir nur mithilfe der großzügigen Spenden des Kiwanis Club Neckarsulm pflegen. Sie haben den Asylkids Brücken in die Zukunft gebaut und so Teilhabe und Gemeinschaft gefördert und viel bewegt. Mit dem Ziel Synergien zu nutzen, die Mediathek als Bildungsraum zu kennen und ein adäquates Verhalten im öffentlichen Raum zu fördern und einzuüben, begibt sich die Hausaufgabenbetreuung aus dem geschützten Raum der JHS nun in den öffentlichen Raum. In der Mediathek werden wir uns im neunen Schuljahr auf neue Wege begeben und einen Baustein für gelingendes Lernen und Bildungsteilhabe legen. Unsere Bücheraktion für die Sommerferien soll helfen, die Sprach- und Lesekompetenzen verstärkt zu fördern. Hier reagieren wir flexibel auf die besonderen Umstände in der Coronazeit, die an den Asylkids nicht spurlos vorbei gehen und sie in besonderer Weise treffen. Sie erhalten in Absprache mit den Lerher*innen eine Lektüre für die Ferien gestellt, dabei können sie das Lesen einüben und wieder sprachlich anknüpfen. Die großen Asylcafés im Paulus, in Kooperation mit der katholischen Fachschule und der Kolpingfamilie, wurden initiiert, um Begegnung und Kennenlernen zu fördern. Sie finden schon im sechsten Jahr statt und werden rege besucht. Hier feiern wir miteinander den Advent und das Zuckerfest. Seit drei Jahren, findet das für uns sehr wichtige Begegnungsmodul Café International, eine Kooperation mit der Stiftung Starke Familien, immer montags in der VHS statt. Vorrangiges Ziel ist es, Begegnung von Neckarsulmer Bürgerinnen und Bürgern mit Neu-Zugezogenen zu ermöglichen - seien es Flüchtlinge oder andere Migranten - und dabei Land und Leute kennenzulernen. Gleichzeitig haben Helfer und Flüchtlinge hier einen Treffpunkt, um Integration weiter voranzubringen. Hierbei beteiligten sich die Integrationsmanager der Stadt von Januar bis Dezember 2019 in wöchentlichen Präsenzzeiten, stiegen dann bedauerlicherweise teilweise aus diesem sehr wichtigen Integrationsmodul aus. Sie beteiligen sich mit ausgewählten Themenkomplexen in einem 6 wöchigen Rhythmus im Café International. Die Begleitung und Unterstützung der Familien wird immer komplexer, es geht um wichtige Themenkomplexen wie Ausbildung und Weiterbildung, Arbeit und Praktikas, Studium und Deutschlernen. Wie komme ich gut in Neckarsulm an, in welche Richtung soll es für mich gehen, wie integriere ich mich vor Ort, zu all diesen Fragen benötigen die geflüchteten Menschen empathische und zugewandte Unterstützung, eine verlässliche und verbindliche Hilfe, die koordiniert, niederschwellig und direkt am Menschen und individuell in der Situation agiert.


Die FriedenKultWoche im September fest im Blick, peilen wir erneut eine neue Station an. Auf dem Weg zum 30-jährigen Jubiläum 2022 wandelt sich die Asylarbeit wieder grundlegend. Die großen „Brocken“ stehen jetzt an: Sprache-Arbeit-Ausbildung- Gelingende Bildungschancen - Teilhabe-Gelingende Integration- Friedliches Miteinander-, heißen die zukünftigen Themen. Gemäß den Ursprungszielen von 1992, möchten wir mit unserem ehrenamtlichen Engagement die Willkommenskultur in unserer Stadt mit Leben füllen und die Teilhabe der Flüchtlinge am öffentlichen Leben fördern, helfen Spannungen abzubauen und Toleranz gegenüber Fremden fördern. Wir bleiben also weiterhin verlässliche Ansprechpartner und Unterstützer aller Menschen mit Fluchterfahrung in Neckarsulm. Es ist weiterhin gleichbleibend wichtig und nötig, wie schon vor fast 30 Jahren.

Annemarie Adam, FK Asyl



2020/07

Kindergeschenke vor den Sommerferien


Es gibt die ersten Lockerungen der strengen Corona-Regeln, Schule und Kindergarten fangen langsam wieder an, aber auch die Sommerferien kommen bald. Deshalb für die Kinder der Sammelunterkunft ein kleines Geschenk in Form eines Spieles oder Buches für drinnen oder draußen!
 

Viel Spass damit wünscht der Freundeskreis Asyl

Elvira Aichert und Hedi Hangebrock





 
2020/06

Kurzbericht von der Masken-Spendenübergabe


Ein herzliches Dankeschön den Spendern!


Karin Herrmann-Rink vom Sekretariat der Martin-Luther-Kirche, Neckarsulm übergibt eine tolle Spende einem Mitglied des Asyl-Freundeskreises. Masken für die Flüchtlinge – eine schöner als die andere! 

(Hedi Hangebrock)

 
 
 




2020/02

Bericht vom Café Zukunft International in stimme.de


STIMME.DE

19. Februar 2020, 10:17 Uhr


Wöchentliches Café ist für Flüchtlinge eine Anlaufstelle


Neckarsulm In den Räumen der Volkshochschule organisieren Freundeskreis Asyl und Stiftung Starke Familien einen besonderen Treffpunkt. Deutsch lernen, das ist hier vielen ein Anliegen.


Von Simon Gajer




Brunhilde Massa vom Caritas-Familienbüro in Neckarsulm liest mit einer Frau ein Deutschbuch. Das wöchentliche Café, das in Räumen der Volkshochschule stattfindet, nutzen viele Flüchtlinge, um die Sprache zu lernen.


Foto: Simon Gajer








Deutsch lernen, Deutsch sprechen, das wollen die Männer und Frauen, die sich montags im Obergeschoss der Volkshochschule Neckarsulm treffen. An diesem Nachmittag sitzen 20 Deutsche und Flüchtlinge zusammen an den runden Tischen. Vor allem Annemarie Adam vom Freundeskreis Asyl und Brunhilde Massa vom örtlichen Caritas-Familienbüro sind begehrte Ansprechpartnerinnen, denn das Café "Zukunft International" ist Beratungsstelle und Deutschunterricht zugleich. Hinter der wöchentlichen Veranstaltung stehen der Freundeskreis, die Stiftung Starke Familien Neckarsulm und die städtische Volkshochschule.


Teilnehmer aus den Sprachkursen schauen vorbei
Deutsch lockt viele Interessierte ins Café. Zum einen kommen für ein paar Minuten Teilnehmer eines Sprachkurses vorbei, der gerade eine Pause hat und eh im Gebäude stattfindet. Zum anderen machen sich Flüchtlinge auf den Weg, um zwischen 15 und 17 Uhr einen Kaffee zu trinken oder eine Brezel zu essen. Eine Jugendliche hakt intensiv bei Annemarie Adam nach. Das Mädchen hat kürzlich in einer Arztpraxis ein Praktikum gemacht, eine Ausbildung in diesem Bereich wäre schön, findet das Mädchen - aber dafür benötigt sie die Mittlere Reife. Zurzeit besucht sie die Werkrealschule und denkt über einen Abschluss nach der neunten Klasse nach. "Ich muss weitermachen."
Integrationsmanager der Stadt sind nur noch unregelmäßig dabei
Der Satz ist Frage und Antwort zugleich. Respekt schwingt mit, denn auch für den Job als Erzieherin ist die Realschule nötig. Dieser Beruf reizt sie ebenfalls. Annemarie Adam ist an diesem Nachmittag für die Jugendlichen eine Hilfe, sie verweist sie an eine Ausbildungsberaterin. Und an die Integrationsmanager der Stadt, die nicht mehr wöchentlich ins Café kommen. Leider, bedauern Flüchtlinge und die Organisatoren zugleich.


Rathaussprecher Andreas Bracht betont, dass die Integrationsmanager etwa ein Jahr lang am Café teilgenommen hätten. "Bei den Besuchern dieses multikulturellen Treffpunkts handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe." Dazu gehören Teilnehmer der Integrationskurse, Flüchtlinge aus verschiedenen Kommunen, der Unterkunft des Landkreises in der Rötelstraße sowie aus Neckarsulm in der sogenannten Anschlussunterbringung. "Die Mehrzahl dieser Menschen wird entweder am Wohnort von den dort tätigen Flüchtlingsmanagern oder den jeweils zuständigen Sozialdiensten betreut."
Bracht sagt: "Bislang ist es nur in sehr seltenen Fällen vorgekommen, dass die Integrationsmanager beim Café Zukunft International Menschen mit Fluchterfahrung treffen, die zum Kreis ihrer Klienten zählen und die sie noch nicht kennen." Insofern sei es nicht effizient, dass die Integrationsmanager weiterhin regelmäßig an den Treffen in der VHS teilnähmen.
Im Gebäude rennen Kinder umher, ein Junge beschäftigt sich mit einem Memory. Eine Flüchtlingsfrau blättert durch ein Deutschheft. "Das ist ein Schaf", bekommt sie Unterstützung. Hier erhalten alle Hilfe - in erster Linie natürlich bei der Sprache, aber auch bei Alltagsfragen. Institutionen wie die Verbraucherzentrale, der Mieterbund, die VHS oder die Mediathek kommen vorbei.


Viele sind auf Wohnungssuche
Und die Mitglieder von Asylkreis oder Caritas sind Ansprechpartner, wenn es um Wohnungen geht. Wohnraum - für viele Flüchtlinge ist das ein drängendes Thema. Letztendlich geht das Angebot genau darauf zurück, dass die Flüchtlinge nach einer gewissen Zeit aus den Gemeinschaftsunterkünften ausziehen müssen und dezentral in der Stadt wohnen. Ehrenamtliche Helfer können nicht mehr alle Gebäude ansteuern. "Für uns ist es schwierig, sie dann zu begleiten", sagt Annemarie Adam. "Für uns war es wichtig, einen Fixpunkt zu bieten, zu dem sie kommen können." Und: "Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen zwischen Neckarsulmern und den Neubürgern."
Die Stadtverwaltung will das Angebot des Café Zukunft International weiterhin im Rahmen der personellen Möglichkeiten unterstützen. Rathaussprecher Andreas Bracht schildert den Vorschlag aus der Abteilung Integration und Flüchtlinge: Die Integrationsmanager besuchen die Treffen jeweils abwechselnd in einem Rhythmus von sechs bis acht Wochen und begleiten die Zusammenkünfte mit themenbezogenen Fachvorträgen. Bei diesen Gelegenheiten stünden die Integrationsmanager dann auch für Fragen, Tipps und Ratschläge zur Verfügung.

 

 

2019/12

Asyl- und Begegnungscafe in St. Paulus


Warum beschenkt der Heilige Nikolaus besonders die Kinder?


Dieser Frage gingen beim sehr gelungenen Asyl- und Begegnungscafé im Advent die über 100 Besucher nach. Die Antwort: Er war Bischof in Myra in der heutigen Türkei und lässt bis heute die Herzen der Kinder höherschlagen.

Sternförmig kamen zahlreiche Familien und viele Kinder aus allen Stadtteilen und der vorläufigen Unterkunft Rötelstraße im Gemeindehaus Sankt Paulus zusammen. Die Tische im großen Saal waren alle voll besetzt, die Stimmung gut und die Kinder andächtig.

Die neue Glocke der Fachschulen Sankt Martin läutet. Gespannt und erwartungsvoll warten über 50 Kinder aus Syrien, Afghanistan, Iran und Irak, Georgien, der Türkei und Deutschland auf den besonderen Gast. Der Heilige Mann tritt ein und findet auch schnell einen Helfer für seinen Stab. Er stellt sich vor und erzählt wo er gewirkt hat und warum er gerade die Kinder so gern am 6 Dezember beschenkt. Groß und Klein lauschte der Geschichte vom kleinen Jungen Afrem und seinen mitwachsenden Stiefeln. Dann erklärt der Nikolaus wie die Kinder zu ihrer Nikolaustasche kommen. Der Freundeskreis bedankt sich bei seinen Helfern für dieses Fest bevor das Kuchenbuffet eröffnet wird. Es sind die Studierenden der Fachschulen Sankt Martin, dem Evangelischen Kirchengemeinderat aus Obereisesheim und der Koplingsfamilie, ohne die das Fest nicht zu stemmen ist. Aus Obereisesheim kamen die Deko und die leckeren Kuchen, die von den Linzertorten und den gespendeten Plätzchen der Bäckerei Härdtner wie jedes Jahr ergänzt wurden. Nachdem das Kuchenbuffet eröffnet ist und die Erwachsenen gemütlich beisammen sitzen, beteiligen sich die Kinder an den abwechslungsreichen Angeboten der Studierenden. Ganz wichtig ist, seine Tasche zu gestalten und danach bei den Frauen des Freundeskreises mit den gespendeten Sachen der angehenden Erzieher der Fachschule zu befüllen. Alle Klassen der Schule beteiligten sich unter dem Motto: Feiern und dabei Gutes tun, bei der Sammelaktion für den Inhalt der Taschen. Schokonikoläuse, Mandarinen und Nüsse, Schokolade u.v.m. wanderten in die Taschen. Ein Spiel, ein Buch oder Schreibheft finden auch Platz in der geräumigen Papiertüte. Stolz tragen sie ihre Tüten zu den Eltern und nehmen an dem Kinderprogramm teil. Das große Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel der Kolpingsfamilie eint wieder große und kleine Menschen im Spiel. Weihnachtliches basteln, Buttons gestalten, Kinderschminken, Lebkuchen und Spekulatius essen, spielen, die besinnliche adventliche Stimmung genießen und angeregte Unterhaltungen: Die geflüchteten Familien aus Neckarsulm begegnen offen ihrer neuen Heimat mit all ihren Bräuchen. Freude an der Begegnung, Unterhaltung und Schenken sind universelle Werte und kennen keine Religionszugehörigkeit. Die langjährigen Kooperationspartner fördern engagiert und nachhaltig das friedliche Miteinander der sozialen Integration in Neckarsulm.

Die einst fremden Menschen kommen an, Neckarsulm ist ihnen ein Stück weit Heimat geworden- sie haben „Herberge“ bei uns gefunden. So kann eine Nikolausfeier auch aussehen- die etwas andere Nikolausfeier!


Annemarie Adam , Freundeskreis Asyl Neckarsulm



2019/05

Platz für Asyl in Europa
Asylstuhl-Aktion der Diakonie Stuttgart - aus dem Raum Neckarsulm waren ca. 80 Stühle dort


Pressemitteilung und Fotos der Diakonie Stuttgart:

Stuttgart, 15. Mai 2019. Mehr als tausend bunt gestaltete Stühle aus ganz Baden-Württemberg hat die Diakonie Württemberg am Mittwochnachmittag in einer Installation auf dem Stuttgarter Marktplatz ausgestellt. Als Vorbild für die Aktion dienten Asylstühle und Asylsteine, die in alten Kirchen zu finden sind. Die Diakonie Württemberg macht sich mit der Kampagne „Platz für Asyl“ für den Flüchtlingsschutz und eine offene Gesellschaft der Vielfalt stark. Die Stühlegestalterinnen und Stühlegestalter mit und ohne Fluchtgeschichte stammen aus Flüchtlingsinitiativen, Kirchengemeinden, Schulen, diakonischen Einrichtungen und Kommunen.

„Jeder Asylstuhl setzt in einzigartiger Vielfalt ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und zur Ermutigung geflüchteter Menschen. Mit der Kampagne leisten wir gemeinsam einen Beitrag für ein vielfältiges menschenfreundliches Europa“, sagte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, zum Auftakt der Veranstaltung. Kurz vor der Europawahl setzt sich die Diakonie Württemberg in Kooperation mit der Diakonie Baden und den Caritasverbänden der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese Freiburg für ein Europa der Menschenrechte ein.

„Diese Asylstühle sollen uns daran erinnern, dass wir ,Ja‘ sagen zu einem Europa der Menschenrechte – also einem Europa, das sich dafür einsetzt, dass Menschen auf der Flucht einen Raum und einen Platz bekommen“, betonte Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July, der die Besucherinnen und Besucher über eine Videobotschaft grüßte.

Auch Christian Krieger, Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen, richtete sich über eine Videobotschaft an die Besucher der Aktion und rief zu einem gemeinsamen Europa auf: „Ich wünsche diesem Aktionstag und allem, was sie auch darüber hinaus weiter für das Recht auf Asyl tun werden, volles Gelingen. Es geht um die Zukunft von Schwestern und Brüdern, es geht um unsere gemeinsame europäische Zukunft“, mahnte er.

Neben der Installation auf dem Marktplatz waren Besucherinnen und Besucher zu einem liturgischen Mittagsgebet in der Stiftskirche eingeladen, das von Menschen mit und ohne Flüchtlingshintergrund gestaltet wurde, es gab ein Bühnenprogramm mit Vertretungen aus Kirche, Politik und Gesellschaft und die Band „füenf“ trat auf.

 
 
2019/04

Asylkids auf den Spuren der Natur und des Waldes


Am 25.04.2019 trafen sich 18 Kinder mit Fluchterfahrung aus Dahenfeld, Obereisesheim und Neckarsulm im Stadtmuseum. Sie begaben sich für 2 Stunden auf Spurensuche und erwarben sich die nötigen Kenntnisse für kleine Walddetektive.

Entdecken, ausprobieren, lernen – wie das zusammengeht, das zeigt die tolle Ausstellung an vielen Mitmachstationen, die von der Wurzelwelt bis zu den Baumkronen führen. Kindgerecht erlebten die Kinder, welche Bedeutung die Natur und der Wald für unser Leben haben.

Mit viel Neugier und großer Konzentration folgten die Kinder Frau Eichhorn durch die Stockwerke des Waldes. Warum sprechen Bäume und Pilze miteinander? Was soll das mit dem Zucker? Was kann ich über die Tiere im Wald erfahren? Warum ist Photosynthese für alle wichtig? Wie duftet der Wald?

Bei der „Ausbildung“ zum Walddetektiv erfuhren die großen und kleinen Besucher mehr über Trittspuren, Losungen, Jahreszeiten, Waldberufe, Photosynthese,  Nestbau u.v.m... An der Duftstation erfuhren die Kinder mehr über Kräuter, 
Bäume und Pflanzen des Waldes und konnten den Wald erschnuppern. Dies und noch vieles mehr erlebten die kleinen Spaziergänger im 
„Wald“ des Stadtmuseums Neckarsulm und hatten dabei viel Spaß beim Ausprobieren und Mitmachen.

Danke an den Kiwanis Klub Neckarsulm mit dessen Spende wir den tollen Nachmittag gestalten konnten. Dabei konnte den Neckarsulmern Asylkids der deutsche Wald und seine Geheimnisse näher gebracht werden.

Annemarie Adam, Kinderbetreuung

Foto: Waldausstellung
Homepage Stadtmuseum
(mit Einverständnis) 

 
 
2019/04

Friedens-Stelen zieren den Zaun des Internationalen Gartens “Bunte Flora“ in Amorbach


In der 1. Friedenswoche des Freundeskreises Asyl Neckarsulm im Gleis 3 gestalteten Kinder mit und ohne  Fluchterfahrung bunte Stelen im Zeichen des Friedens und der Vielfalt. Kunst erlaubt den Menschen aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die Welt zu schauen.

Die 27 Kinder konnten dabei ihrer Phantasie und Kreativität Raum geben und dabei ein Werkstück entstehen lassen. Mit viel Freude und Spaß gestalteten sie bunte Stelen mit Friedenssymbolen, die später die Bühne des Interkulturellen Festes auf dem Marktplatz schmückten. Am 8.04. sind sie an ihrem Bestimmungsort installiert worden und schmücken und erfreuen die Gartenfreunde und die vorbei gehenden Menschen in Amorbach.

So ist es auch mit dem Frieden. Er muss im Kleinen begonnen werden, danach wächst er wie ein kleines Pflänzchen und zieht seine Kreise.

Die 2. Friedenswoche unter dem Motto: Peace, Power und Fun findet vom 02. - 06. September 2019 im Gleis 3 statt und setzt den begonnenen „Neckarsulmer Kinderfriedensweg“ fort.

Annemarie Adam, Kinderbetreuung
Foto: Silvia Herold

 
 
2019/02 Mitgliederversammlung

Link zum Protokoll








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