berichte_2017

 

 

Willkommen!

Freundeskreis

Asyl

Neckarsulm

Auch in Neckarsulm gibt es Menschen, die auf der Flucht Schlimmes erlebt haben und unsere Hilfe und Zuwendung brauchen. Unabhängig von allen Diskussionen um Asyl- missbrauch: Die Menschen sind jetzt hier. Sie können nicht kurzfristig nach Syrien, Irak etc. zurückkehren. Und es sind vor allem die Kinder, die am meisten darunter leiden.

 

 

 

 

Berichte aus dem Freundeskreis

 

Bisher konnten Sie in den Berichten aus dem Freundeskreis zahlreiche schöne und interessante Fotos sehen. Bisher wurde die Auffassung vertreten, dass Abbildungen von Personen veröffentlicht werden dürfen, wenn Personen-Gruppen abgebildet werden und nicht einzelne Personen im Vordergrund stehen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist das nicht mehr möglich. So müssen wir leider komplett auf die Veröffentlichung von Personen-Fotos verzichten.

 

2017

 

2017/12 Hausaufgabenbetreuung

 

Für eine gute schulische Laufbahn und gelingendes Lernen – Flüchtlingskinder aus Neckarsulm, Obereisesheim, Dahenfeld und Amorbach werden für die schulischen Anforderungen in der Hausaufgabenbetreuung stark gemacht .

 

Seit zwei Jahren unterstützt der Freundeskreis Asyl neben dem Angebot der Kinderbetreuung die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft in der Rötelstraße durch eine zusätzliche Hausaufgabenbetreuung und Sprach- und Leseförderung. Inzwischen sind jedoch immer mehr Familien aus der Unterkunft in Wohnungen gezogen, die dezentral im gesamten Stadtgebiet liegen. Im Rahmen des Familiennachzugs kamen Kinder und Jugendliche nach Neckarsulm, die noch gar nicht oder nur sehr wenig Deutsch sprechen können. Der Freundeskreis packte diese neue Herausforderung tatkräftig an und organisiert in enger Absprache mit den Schulen in der Kernstadt und in allen Stadtteilen eine dezentrale Hausaufgaben- und Lernbetreuung.

 

Im Februar 2017 konnte Marianne Franz mit der Hausaufgabenbetreuung in Obereisesheim starten. In einem ehemaligen Frisörsalon in der Ortsmitte bot die Stadt Neckarsulm dem Freundeskreis Asyl einen Raum an. Tische und Stühle organisierte in seiner zupackenden Art Ortsvorsteher Andreas Gastgeb, einige Schülertische und Stühle stellte die Wilhelm-Maier-Schule zur Verfügung. Seither treffen sich mittwochs die Grundschulkinder mit Marianne Franz, Margit Nill-Roth, Marlies Merkle und Dr. Peter Cluß, um ihre Hausaufgaben zu erledigen und spielerisch ihren Wortschatz in Deutsch zu erweitern. Und am Samstag steht die Förderung Jugendlicher durch Stefan Wolf auf dem Programm. Seit einigen Wochen findet auch in der Unterkunft im Brahmsweg donnerstags und freitags eine Lernförderung durch Sandra Pavelka und Elisabeth Schick statt.

 

Denn die Beherrschung der deutschen Sprache und das Lesen sind die zentralen Kompetenzen für selbstständiges Lernen in allen schulischen Fächern. Neben der Einübung und Sicherung grundlegender Lesefertigkeiten und der Wortschatzerweiterung, wird auf die Förderung des Leseverstehens besonderer Wert gelegt und dieses auf vielfältige Weise unterstützt.

 

Am Freitag, den 10.11.2017, begann in der JHS die Hausaufgabenbetreuung des Freundeskreises Asyl in Kooperation mit der Johannes-Häußler-Schule und der Hermann-Greiner-Realschule. 14 Kinder und Jugendliche aus der Anschlussunter-bringung aus der Kernstadt im Alter von 7-14 Jahren, fanden sich mit ihren Schulranzen und Hausaufgaben dazu ein. Empfangen wurden sie von den Frauen des Freundeskreises und Herrn Jakob von der Hermann-Greiner-Realschule. Dabei waren 4 Schüler der 8ten Klassen, die den Freundeskreis unterstützten. Seit 2015 erweist sich die Zusammenarbeit des Freundeskreises Asyl mit den Schülerinnen und Schülern der Hermann-Greiner-Realschule als kontinuierlicher Weg(weiser), der Kontakt zwischen Menschen mit Fluchterfahrungen und Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, als Mittel zur Integration, herstellt. Im Rahmen des Themenorientierten Projektes Soziales Engagement begleiten und unterstützen die Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich unter Anleitung der Vertreterinnen des Freundeskreises Asyl, Flüchtlingskinder beim Lernen, bei der Hausaufgabenbetreuung, beim Spracherwerb und auch einfach beim Spielen. Im Verlauf eines jeden Schuljahres entwickelte sich zwischen den Flüchtlingskindern und den Schülerinnen und Schülern der HGR eine Atmosphäre, die gegenseitiges Verständnis, Empathie und den Abbau von Berührungsängsten, erkennen lässt. (Walter Jakob)

 

Dies alles wurde erst möglich durch die Unterstützung durch Herr Scheer und die Raumnutzung in der JHS. Herrn Scheer und seinem Kollegium, ist der Freundeskreis für seine beispielhafte Hilfe, seine engmaschige Begleitung und dem empathischen Umgang mit den Flüchtlingskindern sehr dankbar. Mit einem Kennenlernspiel mit Klopapier ging es los, bei dem die Kinder sich kurz vorstellten. Der kleine Madhi erzählte er wäre halb acht und das Eis war gebrochen. Die Erstklässler hatten Matheaufgaben auf, die andern Deutsch und Lesen üben. Die zwei älteren Schüler müssen ihre Sprachkenntnisse erst noch erwerben, bei einem Spiel mit Michael hatten sie viel Spaß an neuen Wörtern zur Wortschatzerweiterung. Die Zwillinge Sara und Maia übten Englisch und Deutsch mit Deniz und Semina übte mit den Erstklässlern Herbstwörter. Es war eine sehr anregende Atmosphäre und die Stunde ging viel zu schnell vorbei.

 

Auch in Amorbach findet eine Hausaufgabenbetreuung statt. Den Raum stellt die Stadt dem Freundeskreis zur Verfügung; er befindet sich unter der Pax-Christi-Kirche. Hier werden die Kinder gefördert und fit gemacht, drei Frauen des Freundeskreises sind hier aktiv.

 

Die Kinder aus dem Neuberg werden mit Unterstützung des Familienbüros in der Göppinger Straße gefördert und erhalten Hilfe bei der Erledigung der Hausaufgaben. Danke dafür an Frau Massa und Team, die die Arbeit des Freundeskreises unterstützen und begleiten.

 

In Dahenfeld sind die Helfer der Hausaufgabenbetreuung in der Unterkunft im Dieselweg seit März dabei. Sie unterstützen die Kinder sehr engagiert und nachhaltig in schulischen Belangen und Anforderungen. Zwei afghanische Familien, die jetzt in Erlenbach und Neckarsulm leben, werden von dem Helferpaar aus Dahenfeld wei-terhin begleitet.

Die Herausforderung der Integration der Menschen in der Anschlussunterbringung mit ihren vielfältigen Facetten, wird den Freundeskreis in Zukunft begleiten. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe kann nur gelingen, wenn viele Partner und Helfer sich der Aufgabe stellen und den Weg gut gestalten. Die Hausaufgabenbetreuung ist ein erster Schritt dazu, denn die Kinder waren und sind das Herzstück der Asylarbeit in Neckarsulm. Integration geschieht dort, wo Menschen miteinander kommunizieren – miteinander lachen!

 

Annemarie Adam, Marianne Franz

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/12 Kleine Weihnachtsfeier in der Rötelstrasse

 

Kleine Weihnachtsfeier im Rötel mit selbstgelegtem und geschmücktem Adventskranz aus Tannenzweigen, mit Weihnachtsliedern und Plätzchen vom Bäcker Härdtner (gespendet) und Punsch.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/12 Asyl- und Begegnungscafe in St. Paulus am 01.12.2017

Mein Land - Dein Land - Unsere Lieder

 

Das diesjährige Advents-Asylcafé wurde eröffnet vom Theater Radelrutsch. Große und kleine Besucher hatten viel Spaß bei der Vorstellung und anschließend bei Kaffee und Kuchen, Spiele und Kinderschminken. Das Theater Radelrutsch nahm die Zuschauer mit in die Welt der Musik, die der Sprache ihre Türen öffnet.

 

Mit dem interaktiven interkulturellen Singspiel für alle die hier leben, hieß es für die Zuschauer „Willkommen, Willkommen in der Schule der 1000 Lieder“. Bei der musikalischen Reise um die Welt, vom Iran über Syrien nach Afrika und Deutschland, wurde begeistert getanzt, geklatscht, gesungen und gelacht.

 

Die Kooperationspartner: Kolping Jugend und Katholische Fachschule Sankt Martin und die Ev. Kirchengemeinde in Obereisesheim, trugen mit einer schönen adventlichen Deko und leckerem Kuchen sowie den großen Spielen und Kinderschminken zu einer gelungenen Begegnung bei. Viele Familien aus Neckarsulm, Dahenfeld und Obereisesheim fanden sich dazu ein und erlebten einen schönen, gemütlichen und adventlichen Nachmittag.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/10 Jubiläumsgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen

des Freundeskreises Asyl Neckarsulm

 

In der Martin-Luther-Kirche Neckarsulm wurde am Sonntag 8. Oktober 2017 das 25-jährige Bestehen des Freundeskreises Asyl Neckarsulm mit einem Festgottesdienst und anschliessendem Ständerling gefeiert.

 

Nächstenliebe steht im Mittelpunkt

Neckarsulm Freundeskreis Asyl feierte in der Martin-Luther-Kirche sein 25-jähriges Bestehen

Heilbronner Stimme 10.10.2017

Von Ute Plückthun

Damit aus Fremden Freunde werden": Das Gemeindelied gleich zu Beginn des Gottesdienstes in der Martin-Luther-Kirche, bei dem das 25-jährige Bestehen des Freundeskreises Asyl im Mittelpunkt stand, machte das Anliegen klar: Humanitäre Hilfe leisten, sich der sozialen Verantwortung stellen und Fremde in christlichem Sinne integrierend aufnehmen. "Es tut gut, wenn wir jemanden haben, dem wir uns anvertrauen können", würdigte Pfarrer Dieter Steiner das Engagement des einstigen Arbeitskreises, der sich im Februar 1992 im Anschluss an einen Gottesdienst zum Diakoniesonntag mit dem Thema "Fremde unter uns" gegründet hatte. "Mittlerweile ist er ein selbstständig arbeitender überkonfessioneller Kirchengemeindeverein unter dem Dach der Martin-Luther-Kirche, der in ganz Neckarsulm aktiv ist."

 

Wie Margit Hansen als Vorsitzende des Kirchengemeinderats und Koordinationsmitglied im Freundeskreis Asyl ausführte, war vor 25 Jahren die ehemalige US-Kaserne zur Flüchtlingsunterkunft geworden und unter katastrophalen Bedingungen teilweise mit mehr als 600 Asylbewerbern vorwiegend aus dem ehemaligen Jugoslawien belegt. "Die Diakonie konnte die Sozialarbeit mit dem vorgegebenen Betreuungsschlüssel nicht leisten: Da war Hilfe angesagt."

 

Etwa in Form von Kinderbetreuung, Sprachförderung, Kleiderkammer oder Teestube. Unter anderem sei auch das Recht auf Schul- oder Kindergartenbesuch erkämpft worden. Weiteres wichtiges Thema sei die Akzeptanz der Flüchtlinge in der Neckarsulmer Bevölkerung gewesen: Es habe gegolten, viel Überzeugungsarbeit zu leisten, etwa durch eine Podiumsdiskussion.

Mit Zitaten aus einem Gemeindebrief der Landeskirche gegen Fremdenfeindlichkeit machte Pfarrer Steiner die aufgeheizte Stimmung, in der "manche nicht mehr erreichbar" gewesen seien, deutlich. "Hass, Ablehnung und Ausgrenzung", die sich in Behauptungen über "Asylflut", fragwürdige Motive der Geflüchteten oder Befürchtungen, dass "unser Land zu klein" sei, geäußert hätten: Was wie derzeitige "Rechtfertigungsversuche der AfD klinge, ist aber tatsächlich schon 25 Jahre alt."

 

Ängste dürften auch heute nicht über die Nächstenliebe siegen, wie sie als Handlungsanweisung im Matthäusevangelium verankert sei. "Das Gebot der Stunde ist, das Gespräch mit denen zu suchen, die Angst vor Fremden haben." Angesichts einer "Selbstverständlichkeit der reinen Menschlichkeit" fragte er: "Warum streitet das christliche Abendland über den richtigen Weg?" Er dankte dem Freundeskreis für sein Durchhaltevermögen, der in der Zwischenzeit mit sporadischen Treffen weitergeführt worden war: 2012 wurde er sofort wieder aktiv, als neue Flüchtlingsunterkünfte in der Binswanger Straße und im Wildacker sowie später in der Rötelstraße und Odenwaldstraße entstanden seien. "Durch die tragischen Ereignisse auf dem Mittelmeer war die Hilfsbereitschaft groß, und so wuchs der Kreis auf 65 Helfer an", sagte Margit Hansen.

 

Kinderbetreuung und Deutschunterricht, Sports-Day, Familienbegleitung und Hausaufgabenbetreuung, Kochen mit Flüchtlingen oder Hilfe bei Wohnungs- und Arbeitssuche würden mit ehrenamtlichem Engagement umgesetzt. In ihrem schriftlich übermittelten Grußwort unterstrich Kathinka Kaden, die vor 25 Jahren als Vikarin die ersten Treffen organisiert hatte und heute Pfarrerin ist: "Wenn ich lese, was der Freundeskreis alles tut, geht mir das Herz auf, und mir ist um diese Gesellschaft nicht bange."

 

 

 

2017/09 Spätsommersternstunde und Internationales Fest

 

Der Freundeskreis Asyl Neckarsulm beteiligte sich an der Spätsommersternstunde der Stiftung Starke Familien Neckarsulm am 24.09.2017 im Stadtpark und am Internationalen Fest (zentrale Veranstaltung der Interkulturellen Woche)

am 01.10.2017 auf dem Marktplatz.

 

 

2017/09 Fest der Kulturen

 

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntagnachmittag, den 17.09.2017 das „Fest der Kulturen“ beim Flüchtlingsheim in der Rötelstraße in Neckarsulm statt.

 

An den verschiedenen Länderständen konnten sich die Besucher über die Heimatländer der Bewohner des Flüchtlingsheims informieren und daraufhin bei einem Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen. Für den kulinarischen Aspekt sorgten die Bewohnerinnen mit ihren köstlich zubereitenden landestypischen Speisen.

 

Die Kinder des Flüchtlingsheims begeisterten die Besucher mit einem einstudierten Tanz, welcher mit tosendem Applaus honoriert wurde. Für die Kinder selbst stand Kinderschminken, Basteln und allerlei Spiele auf dem Programm.

 

Es war ein toller Nachmittag, bei dem die Besucher, Bewohner und Helfer voll auf ihre Kosten kamen.

Vielen Dank nochmals an die Helfer beim Basteln, den eifrigen Köchinnen, den Helfern bei den Länderständen sowie beim Auf- und Abbau. Ein besonderer Dank gilt dem Orgateam - Amir, Mujdeh und Elisjon.

 

Maren Winnerl

 

 

2017/08 Ferienangebote 2017 der Kinderbetreuung des Freundeskreises Asyl Neckarsulm

31.08.2017 Kino

 

Mit 28 Kindern und Jugendlichen aus den Unterkünften und der Anschlussunterbringung sahen wir uns den Film Bigfoot im Cineplex an. Die Eltern brachten ihre Kinder und holten sie danach wieder ab. Alle hatten viel Spaß bei den lustigen Abenteuern des kleinen Bigfoot und seinen tierischen Freunden. Begleitet wurden die Kinder von den Frauen der Kinderbetreuung.

 

 

07.09.2017 Besuch im Gleis 3

 

Der Einladung der KIBE ins Gleis 3 folgten Kinder aus Amorbach und aus Obereisesheim. Mit dem Ziel, Freizeitmöglichkeiten aufzuzeigen und das Jugendhaus kennen zu lernen, hatten die anwesenden Kids viel Spaß und lernten die Freizeitmöglichkeiten im Gleis 3 kennen. Billard- und Tischkicker spielen, chillen und ein Getränk genießen, die Kids erlebten im Gleis 3 einen vergnüglichen Nachmittag. Danke dem Gleis 3-Team für die Unterstützung!

 

Annemarie Adam

Kinderbetreuung des Freundeskreises Asyl Neckarsulm

 

 

2017/07 Kinderfreizeit 2017

Sommerferien-Zeit ist für viele Kinder auch AWO-Ferien-Zeit

 

Viele HelferInnen vom Freundeskreis Asyl aus Obereisesheim, Amorbach und Neckarsulm haben es möglich gemacht, dass wieder die Asyl-Kinder zwischen 6 und 12 Jahren „Spiel, Spass und Integration“ in den Ferien erleben konnten.

 

35 Asyl-Kinder freuten sich auf die Awo-Freizeit in Amorbach. Dieses Jahr durften auch 2 Jungen im Alter von 14 Jahren, Amir Schahbazi und Elisjon Goreja, als Minihelfer die 1. Freizeit begleiten. Sie waren in der Freizeit schon zweimal dabei und konnten nun an der Ausbildung zum Helfer teilnehmen. Nach der Freizeit bekamen beide von der Leiterin ein ganz großes Lob: Sie hätten ihre Sache sehr gut gemacht!

 

Am Familien-Sonntag den 30.Juli hat uns Bernhard Zartmann wieder mit seinem Bus an verschiedenen Haltestellen abgeholt. So konnten wir mit fast allen 25 Familien der teilnehmenden Kinder den Sonntag-Nachmittag zusammen mit allen eingeladenen Familien auf dem Freizeitgelände bei Spiel, Spass und Bewirtung verbringen.

 

Während der Freizeiten genossen es viele Kinder, einmal aus der Enge der Wohnungen heraus zukommen und sie konnten sich einmal richtig austoben. Aber durch das enge und unstrukturierte Asylleben kamen auch manchmal Kinder zu spät. Die Leiterin und ihr Betreuerteam hatten aber dafür Verständnis. Viele glückliche Kinder sagen Danke dafür!

 

An Maria Heyberger mit ihrem Betreuerteam, den Küchenhelfern und Bernhard Zartmann für den Hol- und Bringdienst ein herzliches Dankeschön vom Freundeskreis-Asyl Neckarsulm.

 

Hedi Hangebrock

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/07 Kolping-Kinderfest 2017

Flüchtlingsfamilien aus Dahenfeld und Neckarsulm besuchen das Kinderfest der Kolpingfamilie

 

Die Einladung zum Mitfeiern der Kolpingfamilie am Kinderfest 2017, nahmen Familien aus Dahenfeld und Neckarsulm erneut freudig wahr. Die zahlreichen Kinder wurden von der Kolpingfamilie zu einem Essen und Trinken eingeladen, was alle sehr großzügig und dankbar annahmen.

 

Nicht nur Pizza und Pommes waren sehr begehrt, auch Cola und Fanta mundete Kindern und Erwachsenen sehr. Die Hüpfburg war bei den Kindern wieder sehr begehrt. Alle hatten viel Freude an der Veranstaltung, einzelne Flüchtlingsfamilien kamen mit anderen Besuchern ins Gespräch.

 

Der Freundeskreis bedankt sich im Namen der Flüchtlingsfamilien für die erneute Einladung. Für die Flüchtlinge ist sie ein weiterer Schritt zur Integration und ermöglicht ihnen das Kennenlernen von Land und Leuten.

 

Eine gute Zusammenarbeit ist beiden Seiten sehr wichtig, die Kolpingfamilie hat stets ein offenes Ohr für die Belange des Freundeskreises bei der Integration der Flüchtlinge. Darüber hinaus bringt sie sich in unterschiedlichster Form in der Asylarbeit ein und unterstützt schon jahrelang das Begegnungscafé im Paulus verbindlich und kontinuierlich mit Spielangeboten.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/07 Sommerfest der Kinderbetreuung in der Jugendfarm

...der Lohn sind strahlende Kinderaugen und unbeschwertes Lachen...

Das alljährliche Sommerfest der Kinderbetreuung in diesem Jahr stand unter dem Motto: 25 Jahre Freundeskreis Asyl Neckarsulm. Die Clowns Peppi und Paul ließen die anwesenden Kinderaugen strahlen und der Lohn des Tages war glückliches Kinderlachen, Rumtollen auf der Jugendfarm und leckere Snacks. Die ca. 60 Kinder wurden vom Busunternehmen Zartmann aus den vielen Standorten und Stadtteilen abgeholt - danke für Spende! Ein Dankeschön an die Jugendfarm, unseren ältesten Kooperationspartner, wo wir schon vor 20 Jahre zu Gast waren.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

 

2017/06 25 Jahre Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/06 Heimatkunde und Deutsch lernen im Museum

Unsere Deutschstunde haben wir heute ins Stadtmuseum Heilbronn im Deutschhof verlegt. Leider haben viele kurzfristig abgesagt: Bei heute 35 Grad hatten die meisten bis mittags Deutschunterricht, und der Ramadan ist noch nicht zu Ende. Für ein gutes Verständnis konnten auch nur „Deutschschüler“ mit Level A1/A2 teilnehmen.

 

So haben wir heute mit einer kleinen Gruppe in klimatisierten Räumen die interessante Sonderausstellung „Sie kamen und sie blieben – Alamannen und Franken im Südwesten“ besucht.

 

Frau Dr. Jakob hat uns nicht nur herzlich begrüßt, sie hat auch langsam gesprochen, gut erklärt und viel Ausstellung bezogen gefragt.

 

Diese Ausstellung zeigt uns die Geschichte der Alamannen und Franken, die vor 1500 Jahren unseren Raum besiedelten. Die Historie belegt, dass es Völkerwanderungen immer geben wird. Die Ursachen waren und sind, wie wir auch heute ganz deutlich wahrnehmen: Armut, Hungersnot, Krieg und Religion. Völkerwanderung, Integration und Migration ist ein immer währendes Thema.

 

Es ist eine kleine aber feine Ausstellung mit liebevoll gestalteten Schaukästen und vielen guten Ideen. Sehr interessant für unsere Gruppe waren die archäologischen Funde und Erklärungen zu den Gräberfeldern und Schmuck - Funden. Am raumfüllenden Stammbaum hängen viele Biografien. Interessant: Die meisten Familienaufstellungen am Baum haben in der zweiten oder dritten Generation Migrationshintergrund.

 

Am Ende der Führung hat uns Frau Dr. Jakob noch fachkundig durch die kulturhistorische Dauerausstellung geführt. Besonders interessiert war die Gruppe an Naturgeschichte von 200 Millionen Jahren mit Sauriern, Lurchen und Gesteinen der Gegend und natürlich an der Darstellung „Entwicklung einer Stadt am Fluß“ und dem heute 7. größten Binnenhafen Deutschlands. Ganz besonderes Interesse hatten sie an der Industrie um 1950 dargestellt von einigen Firmen aus der Region, wie z.B. die Fa. Bruckmann

 

Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Jakob für die kurzweilige und gut verständliche Führung.

 

Hedi Hangebrock

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/05 Herzlich willkommen in Obereisesheim

Seit Februar 2017 ist die Flüchtlingsunterkunft des Landkreises im Brahmsweg in Obereisesheim durch Familien aus dem Irak und Syrien belegt. Weitere syrische Familien und eine pakistanische Familie haben Ende 2016 Wohnungen im Stadtteil bezogen. Die Kinder besuchen die Wilhelm-Maier-Schule und werden in enger Absprache mit den Lehrkräften durch Mitglieder des Freundeskreises Asyl zusätzlich gefördert.

 

In einem ehemaligen Frisörsalon in der Ortsmitte wurde dem Freundeskreis Asyl seitens der Stadt Neckarsulm ein Raum zur Verfügung gestellt. Tische und Stühle organisierte in seiner zupackenden Art Ortsvorsteher Andreas Gastgeb.

 

Und so konnte es losgehen. Marianne Franz und Freddy Zoller luden alle Familien und Kinder ein, Ahmed Srir half als Dolmetscher und so fanden sich schnell mehrere Gruppen, die sofort mit der Arbeit begannen.

 

Dienstags finden für Frauen zwei Deutschkurse für Anfängerinnen und Fortgeschrittene statt, die Regine Srir und Renate Kolb durchführen. Mittwochs erfüllt fröhliches Kinderlachen den Raum. Hier treffen sich die Grundschulkinder mit Marianne Franz, Margit Nill-Roth, Marlies Merkle und Dr. Peter Cluß, um spielerisch ihren Wortschatz in Deutsch zu erweitern und in vielfältigen Sprachhandlungssituationen anzuwenden. Unterstützt werden die Kinder auch durch Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, die nach einem eigenen anstrengenden Unterrichtstag zu den Gruppen in Obereisesheim stoßen und mit einzelnen Kindern spielen und üben – ein vorbildliches Engagement von Seda Nur Bayar, Elise Bulmer, Beysa Gülüm, Dilara Kurt, Hannes Wörthmann und Rico Hornung. Und am Samstag steht die Förderung Jugendlicher durch Stefan Wolf auf dem Programm.

 

Inzwischen gab es schon die zweite Einladung an die Eltern. Marianne Franz informierte darüber, wie Schule in Deutschland funktioniert, über Rechte und Pflichten der Eltern, damit die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule gelingen kann. Auch konkrete Fragen zu Schulmaterialien, Hausaufgaben, Tests, Entschuldigung bei Erkrankung und vieles mehr wurden besprochen. Freddy Zoller stellte das Sport- und Freizeitangebot in Obereisesheim und Neckarsulm vor und lud zu einer gemeinsamen Radtour ein. Damit die Verständigung gelang, übersetzte Maher Karim, der in der Unterkunft im Brahmsweg wohnt und sich in nur einem Jahr schon ausgezeichnete Deutschkenntnisse angeeignet hat.

 

Vielleicht finden sich Obereisesheimer, die bereit sind, eine der syrischen Familien enger zu begleiten.

 

Marianne Franz, Freddy Zoller

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/04 Workshop in den Osterferien Sprache-Tanz

Am 18. und 19.04. 2017 fand der erste Ferienworkshop Sprache und Tanz im Stadtmuseum statt. An zwei Nachmittagen konnten die Flüchtlingskinder Sprachangebote und Hip-Hop-Tanz wahrnehmen und die etwas eintönigen Ferientage so unterbrechen.

 

Die Eltern aus der Rötelstr. brachten ihre Kinder ins Stadtmuseum, die Kinder aus der Grabenstr. wurden abgeholt. Der Unkostenbeitrag wurde aus der Spende des Kiwanis Clubs bestritten, die den Freundeskreis schon jahrelang nachhaltig bedenken. Vielen Dank dafür.

 

Sprache, Musik und Tanz sind menschliche Ausdrucksformen, die auch über Sprachgrenzen hinaus Menschen auf nonverbaler Ebene verbinden.

 

Die Sprache als Kommunikationsmittel ist ein wichtiger Bestandteil einer gelungenen Integration. Das Element Sprache wurde von Frau Eichhorn vom Stadtmuseum angeboten. Spielerisch erlebten die 7 Kinder aus der Rötel- und Grabenstr. ausgewählte Sprachangebote, die zum Nachsprechen aufforderten und als Sprachspiele zum Mitmachen animierten. Die drei Stunden wurden durch eine Essenspause mit Pommes und Ketchup unterbrochen und mit einer Spielerunde zum Abschluss beendet.

 

Beim Tanzen verbinden sich Musik und Rhythmus ganz spielerisch mit Spaß, Freude und Kreativität. Das Element Tanzen brachten den 10 Kindern, zwei Tanzschülerinnen der HGR Neckarsulm rüber. Mit viel Enthusiasmus und Spaß, wurden Aufwärmübungen und leichte Tanzschritte eingeübt und in einer finalen Choreografie umgesetzt. Die sehr herausfordernden und schwierigen Tanzschrittabfolgen waren in der Umsetzung etwas chaotisch, die Mädchen bewiesen dabei viel Tanzgefühl und die Jungs zeigten ihre coole Seite. Alle hatten sehr viel Spaß und Freude an Bewegung und Rhythmus, die Brezelpause und eine Spielerunde beendeten den Nachmittag.

 

Konzentriert und sehr motiviert waren die Kinder dabei, ihre Sprachkompetenzen zu erweitern. Beim Tanzen werden Improvisations- und Experimentierfreude geweckt und mit viel Freude umgesetzt.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/04 Stadtmuseum - das Museumsprojekt geht in die zweite Runde

 

Im März fing das neue Museumsprojekt im Stadtmuseum Neckarsulm an. Mit dem Schwerpunkt Sprachförderung, nehmen die Kinder aus der Unterkunft in der Grabenstraße daran teil.

 

Begleitet werden sie von zwei Frauen der Kinderbetreuung. Die Sprache als menschliche Ausdrucksform und Schlüssel zur Integration, wird hier ganzheitlich und mit allen Sinnen erfahren und erlernt. 12 mal werden die Kinder ausgewählte Sprachangebote wahrnehmen und dabei ihre Sprachkenntnisse vertiefen sowie ihren Wortschatz erweitern. Mit dem Ziel, die Sprachkompetenzen zu stärken, Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Hören, Bewegungssinn, Tast- und Spürsinn einzubinden sowie die soziale und emotionale Intelligenz/Kompetenz zu fördern, ist das Angebot des Freundeskreises ein wichtiger Baustein für die Kinder aus der Grabenstraße, die später nach Neckarsulm kamen und noch Nachholbedarf haben.

 

Das Museum als Bildungsraum wird eingebunden in die Angebote und multimodal in den unterschiedlichen Angeboten umgesetzt. Beim 1. Besuch war das Museum Inhalt der Förderung, und das Erkunden der Räume stand im Vordergrund. Beim 2. Besuch wurde es bunt und beweglich, die Farben und Spiele waren im Fokus des spielerischen Angebots, das Begreifen mit Hand und Fuß vertiefte das Gelernte. Viel Spaß hatten die Kinder beim Basteln mit bunten Papierstreifen.

 

Alle freuen sich auf neue und spannende Reisen in die Welt der Sprache!

 

Annemarie Adam

Kinderbetreuung des Freundeskreises Neckarsulm

 

 

2017/04 Einladung ins Bundeskanzleramt

Bericht von Annemarie Adam

Am 7.04.2017 traf sich Bundeskanzlerin Merkel mit etwa 140 ehrenamtlich engagierten Flüchtlingshelferinnen und -helfern aus ganz Deutschland. Sie hat sich bei ihnen – stellvertretend für die vielen Engagierten in ganz Deutschland – für den großartigen Einsatz bei der Ankunft und Integration von Flüchtlingen bedankt. Das Treffen diente auch dazu, in einen direkten Austausch mit den Engagierten zu kommen. In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um den aktuellen Beitrag der Flüchtlingshelferinnen und -helfer sowie die künftigen Herausforderungen bei der Integration. Für mehr Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Flüchtlingshelfern warb die Bundeskanzlerin bei dem Treffen mit den Integrationshelfern.

Eine dieser Geladenen war ich. In der geführten Diskussion zeigte sich, dass alle Ehrenamtliche die gleichen Dinge umtreiben: hohe bürokratische Hürden bei Ausbildung und Beruf sowie mit amtlichen Dokumenten und Anträgen, die schlechte Wohnungssituation für Flüchtlinge sowie die immensen Anforderungen die die Integration mit sich bringt.

Ich traf viele interessante Menschen und der Austausch untereinander war sehr wertvoll. Gut getan und bestärkt hat mich die Intensität, mit der sich alle gegen die Abschiebepraktiken der Menschen aus Afghanistan einsetzten. Ein großer Widerspruch zeigte sich bei den Helfern in der Integrationsarbeit auch darin, wenn sie zwischen Menschen ohne Bleibeperspektive und die mit einer Bleibeperspektive wählen müssen. Gemeint sind Flüchtlinge aus den Balkan Staaten, Afghanistan und Pakistan sowie aus Georgien, die wenig Bleibeperspektive haben. Leider bescheiden die Behörden die Abschiebung sehr spät, viele dieser Menschen sind dann bei uns schon gut integriert.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/03 Stolze Experten für Stadtgeschichte

 

Kinder aus Syrien, Afghanistan und Pakistan als Museumsführer für ihre Eltern

Große Aufregung herrschte an diesem Nachmittag im Stadtmuseum Neckarsulm. Shahab und Ali waren voll Lampenfieber und Wafa übte noch das schwere Wort "Schleppschiffe". Andres merkte man die Aufregung nicht an; er war sich seiner Sache ganz sicher. Erwartungsvoll trafen auch die Eltern und Geschwister der Kinder ein.

 

Seit April 2016 hatten 10 Flüchtlingskinder ein Jahr lang die Möglichkeit, einmal pro Monat einen Nachmittag im Stadtmuseum Neckarsulm zu verbringen. Gemeinsam mit Anette Eichhorn vom Stadtmuseum erforschten sie handelnd die Stadtgeschichte von der Bronzezeit bis zur Neuzeit. Sie betätigten sich als Ausgrabungshelfer, bastelten eine Schatzkiste, gestalteten das Stadtwappen Neckarsulms, verkleideten sich als Ritter und Ritterfräulein, durften auf dem Hochrad sitzen und vieles mehr.

 

Unterstützt wurden sie von Marianne Franz und Jutta Polimeno vom Freundeskreis Asyl, vier Klassenkameradinnen und –kameraden aus der Johannes-Häußler-Schule und Museums-Coaches aus dem Albert-Schweitzer-Gymnasium. Finanziert wurde das Projekt durch den KIWANIS Club Neckarsulm.

 

Kinder sind Entdecker und Forscher. Sie denken nicht in Schulfächern, sondern haben vielfältige Fragen an ihre Lebenswirklichkeit. Ziel des Projekts war es, den Bezug der Flüchtlingskinder zu ihrer neuen Heimatstadt Neckarsulm zu stärken. Sie setzten sich handelnd mit der Geschichte ihrer Stadt auseinander, lernten viele neue Wörter kennen, stellten Fragen und konnten immer sicherer Beobachtungen und Sachverhalte beschreiben und erklären. So erschlossen sie sich schrittweise das Museum und wichtige Stationen der Geschichte Neckarsulms.

 

Zum Abschluss des Projekts durften die Kinder ihre Eltern und Geschwister ins Museum einladen. Anhand einer Zeitschnur, die die Kinder alle 10 Nachmittage begleitet hatte, ordneten sie Gegenstände der entsprechenden Zeit zu. Sicher kamen ihnen die Begriffe Bronzezeit, Christi Geburt und Neuzeit über die Lippen, entsprechende Gegenstände wurden an die Zeitschnur angelegt und halfen bei der zeitlichen Orientierung. Voll Stolz erklärten sie als Experten ihren Eltern die Skelettfunde aus der Eisenzeit, die Bedeutung der Deutschordensritter für Neckarsulm und die Schritte der Industrialisierung. Hierzu wechselten alle Besucher ins Zweiradmuseum. Die Kinder steckten mit ihrer Begeisterung die Eltern an und so verging der Nachmittag wie im Fluge.

Ein kleines Abschiedsgeschenk des Stadtmuseums wird sie an die tollen Nachmittage im Museum erinnern.

 

Alle Kinder danken Frau Eichhorn und dem KIWANIS Club dafür, dass sie ein Jahr lang auf Spurensuche im Stadtmuseum gehen und viel über die Geschichte Neckarsulms lernen konnten.

 

Marianne Franz

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/03 Freundeskreis Asyl begleitet Flüchtlinge beim Umzug nach Dahenfeld

Drei Asyl-Familien aus Neckarsulm werden bald in Dahenfeld wohnen. Von zwei Familien besuchen jeweils ein Kind den Kindergarten und haben zum Kennenlernen eine Einladung von der Leiterin des kath. Kindergartens Frau Englert erhalten.

 

Vom Freundeskreis-Asyl-Neckarsulm wurden sie von Elvira Aichert, Sandra Pavelka und Hedi Hangebrock begleitet. Frau Englert begrüßte herzlich die kleine Gruppe und zeigte ihnen den schönen Kindergarten. Auch erklärte sie den Tages-Ablauf für die zwei Kinder.

 

Die noch nicht ganz fertiggestellte neue Unterkunft kennen sie noch nicht, aber die Vorzüge eines Dorfes haben die Familien bei einem Rundgang durch Dahenfeld bemerkt. So ist der Kindergarten, die Schule, ein Spielplatz und die Sportanlage in kurzen Wegen erreichbar. Allerdings kam auch die Nachfrage nach Einkaufsmöglichkeiten, denn ohne Auto ist das Einkaufen nicht so einfach.

 

Besonders gefallen hat dem 12jährigen Mahdi die Sportanlage. Er spielt gerne Fußball und würde auch in einem Verein spielen. Vielleicht geht sein Wunsch in Dahenfeld in Erfüllung?

 

Hedi Hangebrock

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

Drei afghanische Familien aus der Odenwaldstraße zogen am 22.03.2017 in die neue Unterkunft in Dahenfeld ein.

Am Freitag 24.03.2017 begrüßte Ortsvorsteher Herr Habla und Team, die neuen Mitbürger in der Unterkunft und hieß sie in Dahenfeld willkommen.

Die Bewohner freuten sich über die schönen Geschenkkörbe der Gemeinde, Frau Trage überreichte Blumentöpfe als Willkommensgeschenk. Es herrschte eine sehr herzliche Atmosphäre, vier Frauen vom Freundeskreis Asyl waren auch anwesend.

 

Die Gäste wurden mit Tee bewirtet und erste Gespräche ergaben sich. Herr Habla signalisierte die Bereitschaft der Gemeinde zur Integration in Vereine und Institutionen. Ein enger Kontakt mit den Flüchtlingen soll über den Freundeskreis gepflegt werden, um Wünsche, Hilfe und Unterstützung zu erfragen und vor Ort zu vernetzen.

 

Wir freuen uns sehr über diese Willkommensaktion und über die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Flüchtlinge in Dahenfeld.

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/02 Café Zukunft International

„Aller Anfang ist Begegnung“- Das Begegnungscafé als offener Ort für alle füllt sich mit Leben

Seit Januar 2017 findet immer montags von 15.00 - 17.00 Uhr das Café Zukunft International statt.

 

Als offener Ort für Begegnung und Integration in Neckarsulm wurde es von den drei Kooperationspartnern Freundeskreis Asyl, Stiftung Starke Familien und der VHS ins Leben gerufen und wird von den Flüchtlingen aus nah und fern rege und zahlreich in Anspruch genommen.

 

Es ist 15.00 Uhr und der große Raum in der VHS füllt sich. Die Tische sind schön dekoriert, die Frauen der Stiftung Starke Familien haben Kaffee und Tee gekocht. Brezeln und Kekse stehen bereit, die Spielecke ist ausgelegt und Spiele stehen bereit. Es kommen Familien mit Babys und Kleinkindern aus der Rötelstraße, Einzelpersonen aus der Odenwaldstraße, aus Offenau, Eppingen und Möckmühl, Familien aus den Anschlussunterbringungen in Neckarsulm und Obereisesheim und Frauen und Männer aus Neckarsulm.

 

Es ist eine gute und interessierte Mischung die sich da trifft, man setzt sich zwischen die Flüchtlinge und kommt ins Gespräch. Ein Praktikum bei einem Zahnarzt wird benötigt, Frau Lindemann ist bereit sich darum zu kümmern. Viele möchten aus den Unterkünften ausziehen und suchen eine Wohnung, ein afghanischer Vater sucht einen Platz für seinen Deutschkurs und es wird ihm geholfen. Die jungen Syrer möchten ihre gelernten Sprachkenntnisse anwenden und suchen und finden Konversationspartner. Vielfältig sind die Anliegen, die die Flüchtlinge mitbringen. Die Anwesenden hören zu und helfen wo sie können. Die Stimmung ist gut, die Gespräche anregend, erste Kontakte mit den Flüchtlingen werden geknüpft.

 

Es ist ein fixer und verbindlicher Treffpunkt für Familien aus den Anschlussunterbringungen, für die Einzelpersonen sowie für Kinder und alle angesprochenen BürgerInnen, der sich hier langsam etabliert. Das Café dient sowohl dem Austausch in gemütlicher Runde, soll den kleinen und großen Problemen Raum geben und die persönlichen Begegnung zwischen den unterschiedlichen Besuchern fördern.

 

Damit aus Fremden Nachbarn und Mitbürger werden, bedarf es vielfältiger Gelingensfaktoren: Begegnungen und sich Kennenlernen, verbindlicher Strukturen, verlässlichen Absprachen, Hilfe bei den Anforderungen des Alltags sowie der gegenseitige Wille zur Integration.

 

Dieser herausfordernde Integrationsweg wird in Neckarsulm vom Freundeskreis Asyl und seinen HelfernInnen sehr engagiert angegangen und multimodal umgesetzt. Breit aufgestellt und mit dem Blick auf die zukünftigen Aufgaben, ist das Café nur eines der Module, wie die Betreuung und die vielfältigen Anforderungen vom Kreis angegangen werden. Als klares Signal aus dem Rathaus kommt die Aufforderung von OB Hertwig, diese Gemeinschaftaufgabe als Neckarsulmer Bürgerschaft beherzt anzugehen und die Begegnung und den Austausch mit den Flüchtlingen zu suchen.

Der offene Ort für alle ist gegeben, er nimmt Konturen an und füllt sich mit Leben und Inhalten. Weitere BesucherInnen, HelferInnen und Brückenbauer sind sehr herzlich willkommen.

 

Damit die Fremden unter uns nicht mehr fremd bleiben, bedarf es sowohl der Willkommenskultur als auch einer klaren Willkommensstruktur, dazu sind wir alle aufgefordert: die entsprechenden kommunalen Verwaltungsstellen und Ämter, alle weiteren zuständigen Institutionen und Ehrenamtliche, BürgerInnen - seien Sie dabei!

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/01 Die Neckarsulmer Flüchtlingskinder zu Besuch im Land des Zauberers von Oz

21 Flüchtlingskinder aus den Containern in der Rötel- und der Odenwaldstr. sowie Kinder aus der Anschlussunterbringung besuchten am 22.01.2017 die Vorstellung im Theater Heilbronn. Mit ihren 4 Betreuern vom Freundeskreises Asyl Neckarsulm, fuhren sie mit der Stadtbahn nach Heilbronn. Im Theater Heilbronn schauten sie sich das Stück "Der Zauberer von Oz" an, ein tolles Freizeitangebot für die Kinder, die schon seit 2-3 Jahren in Neckarsulm leben und so der Enge und dem gleichmäßigen Tagesablauf in den Containern entfliehen konnten.

 

Mit Herz, Verstand und Mut, meistern auch sie den neuen Alltag in Neckarsulm und mit Hilfe ihrer Betreuer, der Bürgerstiftung Heilbronn und dem Theater Heilbronn, erfuhren sie Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ihrer Umgebung. Mit staunenden Augen, konzentriertem Zuhören, viel Lachen und viel Freude genossen sie die Abendteuer von Dorothy und ihren Freunden.

 

Unser Dank gilt erneut der Bürgerstiftung und dem Theater Heilbronn für gespendeten Karten, sie ermöglichten zauberhaften Stunden in anregender Atmosphäre.

 

Annemarie Adam

Freundeskreis Asyl Neckarsulm

 

 

2017/01 Besuch im Weihachtszirkus

...mit der Kinderbetreung des Freundeskreises Asyl Neckarsulm im Januar 2017