2017-12_hausaufgabenbetreuung

 

 

Willkommen!

Freundeskreis

Asyl

Neckarsulm

Auch in Neckarsulm gibt es Menschen, die auf der Flucht Schlimmes erlebt haben und unsere Hilfe und Zuwendung brauchen. Unabhängig von allen Diskussionen um Asyl- missbrauch: Die Menschen sind jetzt hier. Sie können nicht kurzfristig nach Syrien, Irak etc. zurückkehren. Und es sind vor allem die Kinder, die am meisten darunter leiden.

 

 

Internetseiten in Aufbau. Keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit!

 

Hausaufgabenbetreuung 2017

 

Für eine gute schulische Laufbahn und gelingendes Lernen – Flüchtlingskinder aus Neckarsulm, Obereisesheim, Dahenfeld und Amorbach werden für die schulischen Anforderungen in der Hausaufgabenbetreuung stark gemacht .

 

Seit zwei Jahren unterstützt der Freundeskreis Asyl neben dem Angebot der Kinderbetreuung die Kinder in der Flüchtlingsunterkunft in der Rötelstraße durch eine zusätzliche Hausaufgabenbetreuung und Sprach- und Leseförderung. Inzwischen sind jedoch immer mehr Familien aus der Unterkunft in Wohnungen gezogen, die dezentral im gesamten Stadtgebiet liegen. Im Rahmen des Familiennachzugs kamen Kinder und Jugendliche nach Neckarsulm, die noch gar nicht oder nur sehr wenig Deutsch sprechen können. Der Freundeskreis packte diese neue Herausforderung tatkräftig an und organisiert in enger Absprache mit den Schulen in der Kernstadt und in allen Stadtteilen eine dezentrale Hausaufgaben- und Lernbetreuung.

 

Im Februar 2017 konnte Marianne Franz mit der Hausaufgabenbetreuung in Obereisesheim starten. In einem ehemaligen Frisörsalon in der Ortsmitte bot die Stadt Neckarsulm dem Freundeskreis Asyl einen Raum an. Tische und Stühle organisierte in seiner zupackenden Art Ortsvorsteher Andreas Gastgeb, einige Schülertische und Stühle stellte die Wilhelm-Maier-Schule zur Verfügung. Seither treffen sich mittwochs die Grundschulkinder mit Marianne Franz, Margit Nill-Roth, Marlies Merkle und Dr. Peter Cluß, um ihre Hausaufgaben zu erledigen und spielerisch ihren Wortschatz in Deutsch zu erweitern. Und am Samstag steht die Förderung Jugendlicher durch Stefan Wolf auf dem Programm. Seit einigen Wochen findet auch in der Unterkunft im Brahmsweg donnerstags und freitags eine Lernförderung durch Sandra Pavelka und Elisabeth Schick statt.

 

Denn die Beherrschung der deutschen Sprache und das Lesen sind die zentralen Kompetenzen für selbstständiges Lernen in allen schulischen Fächern. Neben der Einübung und Sicherung grundlegender Lesefertigkeiten und der Wortschatzerweiterung, wird auf die Förderung des Leseverstehens besonderer Wert gelegt und dieses auf vielfältige Weise unterstützt.

 

Am Freitag, den 10.11.2017, begann in der JHS die Hausaufgabenbetreuung des Freundeskreises Asyl in Kooperation mit der Johannes-Häußler-Schule und der Hermann-Greiner-Realschule. 14 Kinder und Jugendliche aus der Anschlussunter-bringung aus der Kernstadt im Alter von 7-14 Jahren, fanden sich mit ihren Schulranzen und Hausaufgaben dazu ein. Empfangen wurden sie von den Frauen des Freundeskreises und Herrn Jakob von der Hermann-Greiner-Realschule. Dabei waren 4 Schüler der 8ten Klassen, die den Freundeskreis unterstützten. Seit 2015 erweist sich die Zusammenarbeit des Freundeskreises Asyl mit den Schülerinnen und Schülern der Hermann-Greiner-Realschule als kontinuierlicher Weg(weiser), der Kontakt zwischen Menschen mit Fluchterfahrungen und Kindern mit und ohne Migrationshintergrund, als Mittel zur Integration, herstellt. Im Rahmen des Themenorientierten Projektes Soziales Engagement begleiten und unterstützen die Schülerinnen und Schüler einmal wöchentlich unter Anleitung der Vertreterinnen des Freundeskreises Asyl, Flüchtlingskinder beim Lernen, bei der Hausaufgabenbetreuung, beim Spracherwerb und auch einfach beim Spielen. Im Verlauf eines jeden Schuljahres entwickelte sich zwischen den Flüchtlingskindern und den Schülerinnen und Schülern der HGR eine Atmosphäre, die gegenseitiges Verständnis, Empathie und den Abbau von Berührungsängsten, erkennen lässt. (Walter Jakob)

 

Dies alles wurde erst möglich durch die Unterstützung durch Herr Scheer und die Raumnutzung in der JHS. Herrn Scheer und seinem Kollegium, ist der Freundeskreis für seine beispielhafte Hilfe, seine engmaschige Begleitung und dem empathischen Umgang mit den Flüchtlingskindern sehr dankbar. Mit einem Kennenlernspiel mit Klopapier ging es los, bei dem die Kinder sich kurz vorstellten. Der kleine Madhi erzählte er wäre halb acht und das Eis war gebrochen. Die Erstklässler hatten Matheaufgaben auf, die andern Deutsch und Lesen üben. Die zwei älteren Schüler müssen ihre Sprachkenntnisse erst noch erwerben, bei einem Spiel mit Michael hatten sie viel Spaß an neuen Wörtern zur Wortschatzerweiterung. Die Zwillinge Sara und Maia übten Englisch und Deutsch mit Deniz und Semina übte mit den Erstklässlern Herbstwörter. Es war eine sehr anregende Atmosphäre und die Stunde ging viel zu schnell vorbei.

 

Auch in Amorbach findet eine Hausaufgabenbetreuung statt. Den Raum stellt die Stadt dem Freundeskreis zur Verfügung; er befindet sich unter der Pax-Christi-Kirche. Hier werden die Kinder gefördert und fit gemacht, drei Frauen des Freundeskreises sind hier aktiv.

 

Die Kinder aus dem Neuberg werden mit Unterstützung des Familienbüros in der Göppinger Straße gefördert und erhalten Hilfe bei der Erledigung der Hausaufgaben. Danke dafür an Frau Massa und Team, die die Arbeit des Freundeskreises unterstützen und begleiten.

 

In Dahenfeld sind die Helfer der Hausaufgabenbetreuung in der Unterkunft im Dieselweg seit März dabei. Sie unterstützen die Kinder sehr engagiert und nachhaltig in schulischen Belangen und Anforderungen. Zwei afghanische Familien, die jetzt in Erlenbach und Neckarsulm leben, werden von dem Helferpaar aus Dahenfeld wei-terhin begleitet.

Die Herausforderung der Integration der Menschen in der Anschlussunterbringung mit ihren vielfältigen Facetten, wird den Freundeskreis in Zukunft begleiten. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe kann nur gelingen, wenn viele Partner und Helfer sich der Aufgabe stellen und den Weg gut gestalten. Die Hausaufgabenbetreuung ist ein erster Schritt dazu, denn die Kinder waren und sind das Herzstück der Asylarbeit in Neckarsulm. Integration geschieht dort, wo Menschen miteinander kommunizieren – miteinander lachen!

 

Annemarie Adam, Marianne Franz

Freundeskreis Asyl Neckarsulm