2016-09_kartonstadtbauen

 

 

Willkommen!

Freundeskreis

Asyl

Neckarsulm

Auch in Neckarsulm gibt es Menschen, die auf der Flucht Schlimmes erlebt haben und unsere Hilfe und Zuwendung brauchen. Unabhängig von allen Diskussionen um Asyl- missbrauch: Die Menschen sind jetzt hier. Sie können nicht kurzfristig nach Syrien, Irak etc. zurückkehren. Und es sind vor allem die Kinder, die am meisten darunter leiden.

 

 

Internetseiten in Aufbau. Keine Garantie für Richtigkeit und Vollständigkeit!

 

Komm wir bauen eine Kartonstadt!

Ferienprogramm für Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften in Neckarsulm

Auch 33 Grad Hitze im Schatten können eine fröhliche Kinderschar und die Frauen der Kinderbetreuung des Freundeskreises Asyl nicht davon abhalten, sich voll Tatendrang im schattigen Hof des Modehauses zu treffen, wo sie von Thomas Diemer und seinen Mitarbeiterinnen begrüßt werden. Vergessen ist für einen Nachmittag die Enge und Schwüle in der Unterkunft. Der Tatendrang der Kinder ist so groß, dass es schwer fällt zuzuhören, nach welchen Spielregeln der Nachmittag ablaufen wird.

 

Endlich kann es losgehen! Alles ist vorbereitet. Kartons in allen Größen und ein Tisch voll Farben und Pinsel warten auf die kreativen Handwerker, die heute eine eigene Kinderstadt gestalten werden. Azin macht sich gleich daran, ein vorbereitetes Musterhaus mit roten Dachziegeln zu bemalen. Mohamed hat ganz andere Pläne. Er baut ein syrisches Haus mit zwei Stockwerken, einem Flachdach und einem gesonderten Eingangsbereich. Da er mit dem scharfen Kartonmesser nicht selbst schneiden kann, gibt er einer Betreuerin ganz genaue Anweisungen, wo er Einschnitte haben möchte. Mit großer Ausdauer ist er bei der Arbeit. Selten haben ihn die Frauen der Kinderbetreuung so konzentriert erlebt. Er lässt sich durch niemanden ablenken.

 

Mahdi hat einen ganz besonderen Einfall. Er baut ein wandelndes Haus, in dem er aufrecht stehen kann und mit dem er stolz durch den Hof schreitet. Der kleine Mohammad ist vertieft in das Streichen der Wände. Jede Wand bekommt eine andere Farbe. Einige Mädchen malen arbeitsteilig und sehr gewissenhaft. Jedes Haus bekommt eine Hausnummer. Die Frauen der Kinderbetreuung haben alle Hände voll zu tun, dass nicht auch die Wände des Modehauses einen neuen Farbanstrich bekommen.

 

Mitten in dem bunten Treiben versorgen Thomas Diemer und eine Mitarbeiterin die fleißigen Handwerker mit Getränken und Pommes frites. Die zwei Stunden vergehen wie im Flug. Die einzelnen Häuser werden zu einer Stadt zusammengestellt. Schnell noch ein Gruppenfoto, dann wartet Thomas Diemer mit einer weiteren Überraschung. Das Eis wird mit Begeisterung geschleckt.

 

Die Kinder zeigen mit ihrer Kreativität und Begeisterung, dass der Freundeskreis Asyl in Neckarsulm in der Kinderbetreuung mit einem vielfältigen, ganzheitlichen Ansatz genau richtig liegt.

 

Alle Kinder und die Frauen der Kinderbetreuung danken Thomas Diemer und den Helferinnen für einen tollen Nachmittag.

 

Marianne Franz

 

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