2015-09_amorbach

 

 

Willkommen!

Freundeskreis

Asyl

Neckarsulm

Auch in Neckarsulm gibt es Menschen, die auf der Flucht Schlimmes erlebt haben und unsere Hilfe und Zuwendung brauchen. Unabhängig von allen Diskussionen um Asyl- missbrauch: Die Menschen sind jetzt hier. Sie können nicht kurzfristig nach Syrien, Irak etc. zurückkehren. Und es sind vor allem die Kinder, die am meisten darunter leiden.

 

 

 

 

Tafel der Begegnung in Amorbach

 

Mehrfachen Grund zum Feiern gab es am 26. September in Amorbach.

 

Der Stadtteil Amorbach hatte 60-jährigen Geburtstag, das Amorbacher Stadtteilzentrum wurde nach längerem Umbau eingeweiht, die Interkulturelle Woche in Neckarsulm wurde eröffnet und dazu die "Tafel der Begegnung" in der neuen Amorbacher Ortsmitte veranstaltet.

 

60 Biertischgarnituren hatte der Bauhof herbeigeschafft. Manche meinten, das sei ein wenig überdimensioniert. Doch es waren dann absolut nicht zu viel. Und der Bauhof hatte rund um den Platz seine schönen Hütten aufgebaut, in denen zahlreiche internationale und einheimische Gruppierungen verschiedenste Speisen und Getränke anboten. An den bunt gedeckten Tischen stellte sich bald ein lebhaftes Treiben ein. Einwohner von Amorbach wollten ihre neue Ortsmitte begutachten und in Besitz nehmen. Einwohner aus anderen Stadtteilen wollten mal Amorbach einen Besuch abstatten und sich mit Bekannten und Unbekannten treffen. Das interkulturelle Bühnenprogramm mit Musik- und Tanzaufführungen trug zusätzlich zur glänzenden Stimmung bei.

 

Und unsere neuen Mitbürger in den Asyl-Containern? Der Freundeskreis Asyl und die Integrationsbeauftragte Julia Bruns hatten - sprachliche Herausforderung! - zum Mitfeiern aufgerufen. Überraschung: Der Shuttlebus war mit ca. 70 Personen, Erwachsene und Kinder, gut gefüllt. Herr Zartmann, der den kostenlosen (danke!) Bustransport selbst ausführte, erzählte: Bei der Hinfahrt war es still im Bus, alle waren leicht angespannt, was denn da auf sie zukommen würde. Bei der Rückfahrt das genaue Gegenteil: Strahlende Gesichter, beste Stimmung, fröhliche Menschen: Sie hatten einen tollen Nachmittag erlebt.

 

Zunächst in Gruppen unter sich - auch das ist ja schon etwas Gutes, mal herauszukommen aus dem tristen Container-Alltag. Dann immer mehr Kontakt auch zu den Hiesigen. Einige junge Flüchtlingsmänner unterstützten den Gemeinschaftsstand von Weltladen und Freundeskreis Asyl. 20 Meter Hefezopf - gestiftet vom Scala-Bäcker Kuhn - wurden zugunsten des Freundeskreises verkauft. Krönender Abschluss des Nachmittags: Dabke-Tanz im großen Rund vor der Bühne.

 

Danke an alle fürs Mitmachen, danke an alle fürs Mitfeiern.

 

(Thomas Diemer)